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Eisschollen schwimmen auf dem Baikalsee April 2004
© Takeshi Mizukoshi / Greenpeace

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In der Entscheidung vom 1.März sprachen sich nur noch 23 Mitglieder des Gremiums gegen den Bau der Pipeline aus. Vormals, am 24. Januar, taten dies noch 46 Mitglieder. Das neue Urteil dürfte ganz nach Geschmack des Betreibers der Pipeline ausgefallen sein, dem staatlichen Öl-Monopolisten Transneft.

Die Entscheidung legt trauriges Zeugnis davon ab, dass die privaten Interessen der Ölindustrie in unserem Land mehr Gewicht haben als das Gesetz, die Meinungen von Wissenschaftlern und russichen Bürgern und die Zukunft dieses weltweit einzigartigen Süßwassersees, kommentiert Roman Washenkow, Greenpeace-Baikalexperte die Entscheidung.

Der Chef der Umweltaufsichtsbehörde, verlängerte nach der ersten Entscheidung kurzerhand die Deadline und teilte das Gremium neu auf: Zwei Drittel waren forthin nicht mehr mit der umstrittensten Teilstrecke der Pipeline beschäftigt, derjenigen in der Nähe des Baikalsees, sondern urteilten separat über den anderen Streckenabschnitt. Taktisches Kalkül, dessen Wirkung das neue Urteil dokumentiert.

Die beabsichtigte Route führt die Pazifik-Pipeline durch seismisch aktive Gebiete und extreme Klima- und Umweltbedingungen. Der Austritt von Öl kann nicht ausgeschlossen werden. Daher bedroht der Bau der Pipeline massiv das Weltnaturerbe Baikalsee und gefährdet die Trinkwasserversorgung von Millionen von Menschen.

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