Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Zwar redet der Umweltminister davon, den Klimaschutz verschärfen zu müssen, aber seine Taten strafen seine Worte Lügen, sagt Greenpeace Klimaexperte Karsten Smid. In Deutschland werden derzeit 25 neue Kohlekraftwerke geplant, und die Regierung unternimmt nichts dagegen. Das Verhalten von Gabriel ist schizophren.

Werden die neuen Kohlekraftwerke gebaut, ist jeder Klimaschutz hinfällig. Alles, was beim Autofahren oder Heizen, durch effizientere Küchengeräte oder durch Maßnahmen bei der Gebäudesanierung mühsamst an Treibhausgasen eingespart werden kann, würde durch die Kraftwerke um ein vielfaches in die Luft gepustet.

Doch die neuen Erkenntnisse scheinen bei den großen Energiekonzernen grundsätzlich auf taube Ohren zu stoßen. Ob Vattenfall, RWE oder andere große Konzerne, sie investieren weiter in dreckige Energie: Braunkohle, Steinkohle, Öl - um nur einige der schlimmsten Energieträger zu nennen.

Dabei gibt es schon lange Alternativen, mit denen unser Klima noch zu retten wäre. Durch den intelligenten Einsatz von Energie und erneuerbaren Energien lässt sich die Hälfte des heutigen globalen Energiebedarfs bis zum Jahr 2050 decken. Diesen Weg hat Greenpeace bereits 2007 in der Studie Globale Energierevolution - Ein Weg zur nachhaltigen Energiezukunft für die Welt aufgezeigt.

Auch für Deutschland hat Greenpeace ein nationales Energiekonzept erarbeitet, den Plan B. Daraus wird ersichtlich, wie unser Energiesystem umgebaut werden kann, ohne dass die Lichter ausgehen. Und dass sogar Atomausstieg und Klimaschutz zusammen verwirklicht werden können.

Will die Welt die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels verhindern, muss jedes Land seinen Beitrag dazu leisten. Für Deutschland, so haben internationale Wissenschaftler es heruntergerechnet, müssen die Treibhausgase bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 verringert werden.

Smid sagt dazu: Der Ernst der Lage erfordert ein rigoroses Umlenken bei der Stromerzeugung, denn da entsteht der größte Anteil an Treibhausgasen. Wir müssen weg von Kohle hin zu erneuerbaren Energien gehen. Alles andere ist Augenwischerei.

Greenpeace hat den großen Energiekonzernen bereits vor Monaten den Plan B zukommen lassen. Trotzdem halten sie am Bau von Kohlekraftwerken fest. So will Vattenfall unbedingt Moorburg bauen. Wir denken es mehr als Zeit wird, dass die Energiekonzerne Verantwortung übernehmen und endlich einen Beitrag zum Schutz des Klimas leisten.

Verbraucherratgeber: So retten wir das Klima | PDF 1,8 MB

Verbraucherratgeber: So retten wir das Klima | PDF 1,8 MB

17

1.81 MB

Herunterladen

Mehr zum Thema

Action against Carbon Dioxide Storage in Germany

CCS

  • 26.01.2023

Die Stromkonzerne wollen das Treibhausgas Kohlendioxid mittels CCS in die Erde verpressen. Die weitgehend unerprobte Technik ist teuer, energieintensiv und riskant.

mehr erfahren
Martin Kaiser auf der Demo in Lützerath

Lützerath- wie jetzt weiter

  • 18.01.2023

Das Dorf Lützerath ist nun dem Erdboden gleichgemacht. Wie geht es jetzt weiter mit dem Klimaschutz, der Klimapolitik und der Klimabewegung? Fragen an Greenpeace-Chef Martin Kaiser.

mehr erfahren
35.000 Menschen demonstrieren gegen die Räumung von Lützerath

Lützerath-Räumung

  • 16.01.2023

Trotz des Protests zehntausender Menschen, trotz tagelanger mutiger Aktionen ist Lützerath nun geräumt. Der Abriss schreitet schnell voran. Doch fürs 1,5 Gradziel darf die Kohle nicht verheizt werden.

mehr erfahren
Auszug aus den NRE-Papieren

Fragwürdige Absprachen zwischen RWE und NRW

  • 22.09.2022

Interne Papiere des NRW-Bauministeriums verstärken den Verdacht auf Zweckentfremdung von Fördermitteln. Laut Greenpeace-Recherche sollen belastete Industrieflächen mit Steuergeldern saniert werden.

mehr erfahren
Red Line Protest - The 1.5°C Limit Runs in front of Lützerath

Lützerath zur Weihnachtszeit

  • 20.12.2021

Ganz Deutschland macht Weihnachtsferien. Ganz Deutschland? Nein! Ein kleines Dorf am Rande des Tagesbaus Garzweiler hört nicht auf, der Kohle-Lobby Widerstand zu leisten. Ein Bericht aus Lützerath.

mehr erfahren

“Scholz, pack das an!”

  • 10.11.2021

Zum Endspurt der Koalitionsverhandlungen demonstrieren Greenpeace-Aktive mit Katastrophen-Schutt für eine stärkere Rolle der SPD im Klimaschutz

mehr erfahren