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Die Aktivisten aus verschiedenen europäischen Ländern haben die Nacht in luftiger Höhe auf den Baukränen verbracht. Seit Montag hängt ein rund 200 Quadratmeter großes Transparent mit der Forderung: Vattenfall: Baustopp! Klimaschutz statt Braunkohle über der Baustelle für einen neuen Braunkohlekraftwerkblock. Die Protestaktion wird fortgesetzt.

Statt in Braunkohle in Erneuerbare Energien investieren!

In dem Appell-Schreiben fordert Greenpeace den Vattenfall-Chef auf, die Investitionen in Erneuerbare Energien zu lenken und vom Bau weiterer klimaschädlicher Kohlekraftwerke abzusehen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung sei ein Stopp des Ausbaus des Braunkohle-Kraftwerks in Boxberg.

Mit der Leitung des Kraftwerks in Boxberg führten Greenpeace-Experten am Montagabend ein Gespräch über Maßnahmen zur Verringerung des CO2-Ausstoßes bei Vattenfall. Eine glaubwürdige Strategie zum Klimaschutz konnten die Vattenfall-Manager nicht vorweisen.

Vattenfall schiebt Klimaschutz auf die lange Bank

So ist das Unternehmen nicht einmal bereit, nach Fertigstellung von Block R einen der schon vorhanden Braunkohlekraftwerksblöcke abzuschalten. Der dafür angedachte Zeitpunkt sei nicht heute, nicht morgen, sondern übermorgen.

Für Greenpeace ist das Ergebnis des Gesprächs ein klarer Beleg dafür, dass Vattenfall weiterhin an überholten Konzepten festhält. Es wird weiterhin massiv in Braunkohle investiert, statt Alternativen zu fördern, sagt Karsten Smid von Greenpeace. Die Vattenfall-Chefetage handelt, als wenn es den alarmierenden Bericht des UN-Weltklimarates nie gegeben hätte.

Fragwürdig: Chef von Braunkohlekraftwerken und Deutschlands oberster Klimaschützer?

Auch die Rolle von Vattenfall-Chef Josefsson persönlich beim Klimaschutz ist undurchsichtig. Er ist als Vorstandsvorsitzender für den Bau des Braunkohlekraftwerks in Boxberg und zwei weitere Kohlekraftwerksprojekte in Deutschland verantwortlich. Als Klimaberater von Bundeskanzlerin Angela Merkel beeinflusst er gleichzeitig direkt die klimapolitischen Entscheidungen der Bundesregierung.

Seine Doppelfunktion hat Josefsson im September durch einen Brief an die Kanzlerin, in dem er sich für einen zügigen Bau des Kraftwerks in Hamburg Moorburg einsetzt, stark vermischt. Herr Josefsson setzt die Kanzlerin unter Druck und missbraucht seine Position als Klimaberater, um Profitinteressen von Vattenfall durchzusetzen. So verspielt er seine Glaubwürdigkeit beim Klimaschutz, erklärt Smid. Vattenfall muss jetzt endlich die Erneuerbaren Energien als Zukunftschance begreifen.

Machen Sie mit! Schicken Sie Josefsson den Klimaschutz-Appell

Greenpeace ruft Unterstützer dazu auf, den Klimaschutz-Appell an Vattenfall-Konzernchef Lars Göran Josefsson zu schicken - als Fax oder E-Mail. Eine PDF-Datei von dem Appell finden Sie unten. Einfach ausdrucken, ausfüllen und unterschreiben und dann faxen. Die Faxnummer steht oben auf dem Appell. Oder dem

 

Link zur Mitmachaktion folgen!

 

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