Skip to main content
Jetzt spenden
Thermisches Solarkraftwerk mit Parabolrinnen in Spanien, April 2008
Markel Redondo / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Für den Energieexperten Andree Böhling von Greenpeace hat Josefsson sich mit seiner Ablehnung als Klimaschützer selbst disqualifiziert. Der neue UN-Klimaberater hat sich als das gezeigt, was er tatsächlich ist: Chef-Lobbyist für Atom- und Kohlekraft.

Die Argumentation des Vattenfall-Chefs ist in der Tat widersprüchlich. So beschwört er das Risiko terroristischer Anschläge herauf, um seine ablehnende Haltung zu untermauern.

Wenn Josefsson sich um terroristische Ziele sorgt, sollte er zuerst auf Atomkraftwerke schauen, kontert Böhling. Die größte Gefahr geht hierzulande von den alten Reaktoren aus, von denen keiner gegen einen solchen Anschlag geschützt ist. Sie allein geben ein hervorragendes Ziel für Terroristen ab. Mit dem AKW Brunsbüttel betreibt Vattenfall selbst einen der ältesten und gefährdetsten Reaktoren Deutschlands.

Auch Josefssons Argument, Wüstenstrom sei zu teuer, sticht nicht - zumal er selber die sündhaft teure und im Kraftwerksbetrieb unerprobte CO2-Speicherung propagiert.

Böhling: Der Import von sauberem Strom aus der Wüste nach Europa ist verglichen mit Atom- und Kohlekraft weder zu teuer noch unrealistisch. Sonnenkraftwerke sind im Gegensatz zur unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid aus Kraftwerken heute schon ausgereift, bergen keine Risiken und können künftig ein Viertel der weltweiten Stromversorgung sichern. Wer wie Vattenfall die Zeichen der Zeit nicht erkennt, wird ebenso wie die deutsche Autoindustrie eine wirtschaftliche Bauchlandung hinlegen.

Studie: Sauberer Strom aus den Wüsten - Globaler Ausblick auf die Entwicklung

Studie: Sauberer Strom aus den Wüsten - Globaler Ausblick auf die Entwicklung

86 | DIN A4

6 MB

Herunterladen

Mehr zum Thema

Sun Flower and Wind Energy in Germany

Ökostromanbieter

  • 16.12.2022

Wie finde ich den richtigen Stromanbieter? Diese Frage stellen sich viele. Denn Stromgewinnung aus fossiler Energie schädigt das Klima und die Umwelt.

mehr erfahren
Heavy Rain Disaster in Southwest Germany

Ein Jahr nach der Flutkatastrophe

  • 15.07.2022

Im Juli 2021 erlebte das Ahrtal eine beispiellose Flut, die viele Todesopfer forderte. Rainer Doemen hat die Katastrophe erlebt und setzt sich für einen nachhaltigen Wiederaufbau der Region ein.

mehr erfahren
Licht fällt aus einem Dachfenster

Wärmewende

  • 23.02.2022

Auch Gebäudewärme muss schnell klimaneutral erzeugt werden, wollen wir die Klimaziele schaffen und unabhängig vom Import fossiler Energien werden. Eine Wärmewende muss her, und Greenpeace sagt, wie.

mehr erfahren
Arbeiter installieren Photovoltaikanlage auf Dach vor Reichstag in Berlin

Viel hilft viel

  • 21.10.2021

Die älteste Leier der deutschen Klimapolitik? „Man darf die Wirtschaft nicht überfordern.“ Nun zeigt eine Greenpeace-Studie: Mehr Klimaschutz schafft Jobs und Wachstum.

mehr erfahren
Lisa Göldner, Energie-Expertin bei Greenpeace

“Vorrang für Mensch und Klima”

  • 27.09.2021

Für die Bundestagswahl waren Klimaschutzthemen so präsent wie lange nicht - und doch noch nicht präsent genug. Interview mit Klimaexpertin Lisa Göldner.

mehr erfahren
Neues Logo von Green Planet Energy

Neuer Name - Gleicher Inhalt

  • 16.09.2021

Der Ökoenergieanbieter „Greenpeace Energy“ heißt seit dem 16. September „Green Planet Energy“. Sonst ändert sich nichts: Ambitionierter Klimaschutz und unabhängige Genossenschaft bleiben.

mehr erfahren