Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Neckarwestheim, Philippsburg oder Isar 1 - viele deutsche Atomreaktoren bleiben seit ein paar Tagen allein aufgrund von behördlichen Notstandsbestimmungen weiter am Netz. Darunter müssen Neckar, Rhein und Isar sowie weitere Gewässer leiden. Bis zu 30 Grad heißes Kühlwasser dürfen einige der AKW einleiten. Das bedeutet für die Lebewesen im Wasser einen enormen Hitzeschock. Zugleich wird durch die Erwärmung der lebensnotwendige Sauerstoff im Wasser knapp.

Angesichts des Super-Sonnen-Sommers und seiner weitreichenden Folgen ruft Greenpeace dazu auf, die Sonne richtig anzuzapfen. Das Potenzial dazu wird bei weitem nicht ausgeschöpft, sagt Sven Teske, Greenpeace-Experte für erneuerbare Energien. Gegenwärtig wird nicht einmal ein Prozent des Stroms in Deutschland aus Sonnenenergie gewonnen.

Jedes Jahr strahlt die Sonne auf die Erde eine solche Energiemenge, dass damit der Energiebedarf der gesamten Menschheit 10.000fach gedeckt würde, so Teske. In Deutschland könnte die Photovoltaik ein Drittel des Stromverbrauchs erzeugen - auch bei normalem Wetter. Dazu müssen nur auf der gesamten nutzbaren Dachfläche Solaranlagen installiert werden. Die Sonnenkraft von 20 Quadratmetern reicht, um eine vierköpfige Familie das ganze Jahr über mit Strom zu versorgen.

In diesem Jahr mit seinem sonnenreichen Sommer haben die Solaranlagen im Lande rund 30 Prozent mehr Energie geliefert als sonst. Da steckt enormes Entwicklungspotenzial drin, erklärt Teske. Doch die Sonnenenergie bedeutet nicht bloß mehr Strom: "Die Solarindustrie kann zusammen mit den Stromerzeugern aus Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme viele neue Ausbildungsplätze schaffen."

Eine für Greenpeace erstellte Faktensammlung zeigt, dass bis zum Jahre 2010 durchaus 70.000 neue Arbeitsplätze nach einem Aufbruch ins Solarzeitalter entstehen könnten. Für eine sofortige Energiewende setzen sich auch Greenpeace-Jugendliche ein. Als SolarGeneration haben sie sich die sauberen Energien für die Zukunft auf die Fahnen geschrieben.

Mit einem SolarTruck suchen die Jugendlichen vorwiegend Musik-Festivals und einige Innenstädte auf, um für ihre Sache zu werben. Der Truck - ein mit Solarpanels bestückten LKW, der in seinem Innern diverse Informations- und Mitmachangebote beherbergt - ist bis Ende August in Deutschland unterwegs. Seine nächsten Stationen sind: Mittwoch, 13.08., Fühlinger See, Köln (9-19:30 Uhr) und Donnerstag, 14.08., Popkom, Köln.

Weitere Informationen zur SolarGeneration unter: www.SolarGeneration.de

Mehr zum Thema

Heavy Rain Disaster in Southwest Germany

Ein Jahr nach der Flutkatastrophe

  • 15.07.2022

Im Juli 2021 erlebte das Ahrtal eine beispiellose Flut, die viele Todesopfer forderte. Rainer Doemen hat die Katastrophe erlebt und setzt sich für einen nachhaltigen Wiederaufbau der Region ein.

mehr erfahren
Licht fällt aus einem Dachfenster

Wärmewende

  • 23.02.2022

Auch Gebäudewärme muss schnell klimaneutral erzeugt werden, wollen wir die Klimaziele schaffen und unabhängig vom Import fossiler Energien werden. Eine Wärmewende muss her, und Greenpeace sagt, wie.

mehr erfahren
Sun Flower and Wind Energy in Germany

Ökostromanbieter

  • 01.01.2022

Wie finde ich den richtigen Stromanbieter? Diese Frage stellen sich viele. Denn Stromgewinnung aus fossiler Energie schädigt Klima und die Umwelt.

mehr erfahren
Arbeiter installieren Photovoltaikanlage auf Dach vor Reichstag in Berlin

Viel hilft viel

  • 21.10.2021

Die älteste Leier der deutschen Klimapolitik? „Man darf die Wirtschaft nicht überfordern.“ Nun zeigt eine Greenpeace-Studie: Mehr Klimaschutz schafft Jobs und Wachstum.

mehr erfahren
Lisa Göldner, Energie-Expertin bei Greenpeace

“Vorrang für Mensch und Klima”

  • 27.09.2021

Für die Bundestagswahl waren Klimaschutzthemen so präsent wie lange nicht - und doch noch nicht präsent genug. Interview mit Klimaexpertin Lisa Göldner.

mehr erfahren
Neues Logo von Green Planet Energy

Neuer Name - Gleicher Inhalt

  • 16.09.2021

Der Ökoenergieanbieter „Greenpeace Energy“ heißt seit dem 16. September „Green Planet Energy“. Sonst ändert sich nichts: Ambitionierter Klimaschutz und unabhängige Genossenschaft bleiben.

mehr erfahren