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Wir besuchen die verschiedenen Häuser des Campus und versuchen den Energieverbrauch festzustellen und Möglichkeiten des Sparens ausfindig zu machen. Aufgefallen sind uns besonders die vielen 100 Watt Glühbirnen, die durch effiziente 12 Watt-Birnen ersetzt werden könnten. Die haben obendrein eine längere Lebensdauer.

Die Lampen erwiesen sich im ganzen Dorf als die größten Stromfresser. Die wenigen vorhandenen Kühlschränke, Computer und Fernseher haben einen eher geringen Anteil am Stromverbrauch.

Als wir durchs Dorf laufen fällt mir immer wieder die Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit der Tibeter auf, von der wir uns getrost eine Scheibe abschneidern könnten. Die Mentalität der Menschen hier macht die ein oder andere Unannehmlichkeit eines Entwicklungslandes, wie zum Beispiel, dass selten Klopapier auf den Toiletten vorhanden ist, mehr als wett.

Im Gegensatz zum Wetter verbessert sich die Stimmung stündlich (aus der Traum vom braun werden ;-)). Und auch der Stromausfall, der wie ich gehört habe, keine Seltenheit ist stört nur mäßig.

In der Mittagspause machen Larissa und ich mit ein paar tibetischen Mädchen einen Spaziergang Richtung Dorf. Dabei haben wir einen großartigen Blick auf die einzigartige Landschaft und besonders auf die schneebedeckten Gletscherkuppen des Himalaya.

Nach einer kleinen Pause treffen wir - nachdem wir uns Mühevoll durch ein Feld von Basketball spielenden Jugendlichen gemogelt haben - wieder auf die Gruppe. Diesmal um eine weitaus kreativerere Aufgabe anzugehen: Wir suchen Sprüche mit denen wir das Projekt auf der erneuerbaren Energienkonferenz im Juni in Bonn vorstellen können.

Am Ende der Sitzung hatten wir eine Masse von Vorschlägen. Aber das Leben ist ungerecht: Wir konnten nur einen nehmen und so mussten wir auswählen - hart aber fair. Im Ende haben wir uns im allseitigen Einverständnis für One world, one earth, one future! ACT KNOW! entschieden.

Während ich hier schreibe ist der Rest der Gruppe schon dabei den Slogan beim Bannermalen umzusetzen. Er soll auf zwei Bannern in vier verschiendenen Sprachen stehen: Hindi, Tibetisch, Englisch und Deutsch. Es solle den Politikern in Bonn unsere Zukunftwünsche verdeutlichen.

Nun zum Schlusswort :-): Hozefa Merchand ist 19 Jahre alt und für Greenpeace Indien in Mumbai (Bombay) unterwegs. Ich fragte ihn, was er von dem Projekt hält und hab es anschließend für euch übersetzt:

Das Solarenergie-Projekt, das von Greenpeace Deutschland zusammen mit GP Indien organisiert wurde, ist absolut super. Ich könnte die ganzen Erfahrungen mit einem Wort beschreiben: SHABASH, es bedeutet gut gemacht. Mit Solarenergie zu arbeiten ist essentiell für Indien, es ein Entwicklungsland ist. Mit Erneuerbaren zu starten, ist ein erster Schritt zur Nutzung von regenerativen Energien und damit zu einer nachhaltigen Zukunft.

Veronika Wendt und Hozefa Merchand

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