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Woher kommt der Strom?
© Greenpeace

Schalt mal ab - Stand-by kostet viel Strom

Vier Prozent des gesamtdeutschen Strombedarfs werden so sinnlos verschenkt - beim privaten Stromverbrauch sind es sogar zehn Prozent. Das entspricht einem C02-Ausstoß von etwa 10 Millionen Tonnen im Jahr. Rechnerisch müssen in Deutschland dafür zwei Großkraftwerke rund um die Uhr laufen.

Aber auch in Ihrem Portemonnaie macht sich dieser sinnlose Stromverbrauch bemerkbar: Nehmen Sie nur mal Ihren Videorecorder. Im Durchschnitt nutzen Sie ihn vielleicht eine Stunde pro Tag, die restlichen 23 Stunden steht er auf Stand-by. Allein dafür, dass das kleine rote Lämpchen leuchtet und die Uhrzeit angezeigt wird, braucht der Recorder im Jahr rund 126 kWh. Bei einem Strompreis von 17 Cent sind das über zwanzig Euro im Jahr.

Andere Stromfresser sind Ihr Fernseher, Ihr PC, Ihre Stereoanlage, aber auch Ihr Handy, das Sie nach dem Aufladen nicht vom Netz nehmen. Die Initiative EnergieEffizienz hat 2002 ausgerechnet, dass ein Vier-Personen-Haushalt rund 70 Euro im Jahr sparen könnte, wenn der Strom nicht länger nutzlos fließen würde. 2002 kostete die KWh im Schnitt 15 Cent, jetzt ist es deutlich mehr!

Was tun?

  • Ausschalten. Und zwar am Netzstecker. Und wo das nicht geht, den Stecker ziehen oder eine praktische schaltbare Steckerleiste kaufen, die nach Bedarf an- und ausgeschaltet werden kann.
  • Wo Trafos nötig sind, wählen sie Ringkerntrafos. Die ziehen fast 90 Prozent weniger Strom als Mantelkerntrafos.
  • Achten Sie beim Neukauf von Geräten auf gut erreichbare Netzschalter.
  • Wenn Sie für einige Geräte doch Stand-by benötigen, erkundigen Sie sich nach den sparsamsten Ausführungen (Stand-by um ein Watt). Übrigens: Moderne Videorecorder verlieren ihre Programmierung nicht mehr, wenn sie vom Netz getrennt werden.
  • Achten Sie auf das GEEA-Energiesparzeichen.

 

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