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Der Minister verschweigt die Wahrheit über die umweltzerstörende Kohleindustrie und versucht, die erneuerbaren Energien schlecht zu reden, kommentiert Greenpeace-Energieexperte Sven Teske die Debatte. Wie windig Clements Argumentation ist, zeigt sich an etlichen Beispielen. So arbeiten schon heute in der Branche der erneuerbaren Energien rund 130.000 Menschen - mehr als im gesamten Kohlebergbau und der Atomindustrie zusammen. Sollte der Bundeswirtschaftsminister mit seiner Kampagne Erfolg haben, wären Zehntausende dieser Arbeitsplätze gefährdet.

Ein anderes Beispiel sind die Märchen über die Effizienz von Kohlekraftwerken. Der durchschnittliche Wirkungsgrad der deutschen Kohlekraftwerke liegt derzeit bei 33 bis 36 Prozent. 60 bis 70 Prozent der Energie verpuffen ungenutzt. Die von Clement vorhergesagten Braunkohlekraftwerke mit einem Wirkungsgrad von 51 Prozent gibt es zurzeit noch nicht einmal als Prototyp. Doch mit einem Wirkungsgrad von 57 Prozent übertreffen Erdgaskraftwerke diese Kohlekraftwerke schon heute.

Darüber hinaus stoßen Erdgaskraftwerke nur halb so viel Kohlendioxid aus wie Kohlekraftwerke und sind somit wesentlich klimafreundlicher. Rund 41 Prozent der gesamten Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland stammen aus Kohlekraftwerken. Mit dem einseitigen Ausbau der Kohlekraft, schlussfolgert Teske, sind die geplanten Klimaschutzziele nicht zu erreichen. Statt neuer Kohlekraftwerke braucht die Bundesrepublik dezentrale Kraftwerke mit Erdgas, Windenergie, Biomasse und effizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.

99 Steinkohle- und 46 Braunkohlekraftwerke in Deutschland mit einer Leistung von insgesamt rund 40.000 Megawatt sind älter als 35 Jahre und müssen ersetzt werden. Würde diese Chance für den Ausbau der erneuerbaren Energien genutzt, so könnten dadurch Zehntausende neue Arbeitsplätze geschaffen und das Klima geschont werden.

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