Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Nach Ansicht von Greenpeace ist die Ökosteuer eines der sinnvollsten Projekte, das eine Bundesregierung jemals in Gang gesetzt hat. Die Steuer macht Energie teurer und Energiesparen darum attraktiv. Sie fließt in die Rentenkasse und senkt so die Lohnnebenkosten. Davon wiederum profitieren sowohl Arbeitnehmer wie Arbeitgeber.

Die Studie des Umweltbundesamtes (UBA) belegt das nun: Seit die Ökosteuer 1999 eingeführt wurde, sind die Lohnnebenkosten jährlich um acht Milliarden Euro gesunken. Davon sind rund 90 Prozent direkt in die Rentenkasse geflossen. Konkret heißt das: Dank Ökosteuer beträgt der Beitragssatz zur Rentenversicherung heute 19,5 statt 21,2 Prozent.

Für das Klima bringt die Steuer ebenfalls klare Vorteile. Eine repräsentative Umfrage für das UBA im September hat ergeben, dass 53 Prozent der befragten Autofahrer Umwelt schonender fahren und bei kürzeren Wegen auch häufiger als früher auf das Auto verzichten. Fast drei Viertel der 1.000 Befragten schalten ihre elektrischen Geräte ganz ab, statt sich mit dem Energie fressenden Stand-by-Modus beispielsweise bei Fernsehgeräten und Computern zufrieden zu geben.

Die Ökosteuer macht es also möglich: Wer Strom spart, trägt zum Klimaschutz bei, tut etwas für die Rentenversicherung, macht Arbeit billiger und Arbeitsplätze damit sicherer. Nur eines schafft die Ökosteuer nicht: Sie verteuert - manchen Gerüchten zum Trotz - nicht entscheidend das Benzin. Dafür sind andere Faktoren verantwortlich. Die Rohölpreise, der Dollarkurs und die Preispolitik der Mineralölkonzerne.

Seit Anfang 2003 ist die Steuer eingefroren. Ihre Gegner möchten sie am liebsten wieder abschaffen. Doch angesichts ihrer Vorzüge kann es nur eine Empfehlung geben: Die Ökosteuer hat sich bewährt, dieser gute Ansatz muss ausgebaut werden.

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/warmewende-jetzt

Wärmewende jetzt!

Die Bundesregierung will die Wärmewende ausbremsen - doch das wäre fatal und würde neue Unsicherheiten schaffen. Wir fordern: keine Abschwächung des Gesetzes, faire Förderung und Schutz für Mieter:innen!

Petition unterzeichnen
0%
vom Ziel erreicht
0
haben mitgemacht
0%
Thermography of Wasted Heat in Germany

Mehr zum Thema

Photovoltaikanlage auf dem Kanzleramtdach, April 2004

Solarenergie

Solarenergie ist der Hit unter den Erneuerbaren, da sie quasi ohne zusätzlichen Flächenverbrauch etwa auf Dächern installiert werden können. Neben Wind ist Sonne die wichtigste erneuerbare Energie.

mehr erfahren über Solarenergie
Anlage für grünen Wasserstoff

Grüner Wasserstoff: nicht zum Heizen

Wasserstoff aus erneuerbarer Energie ist kein Allheilmittel in der Klimakrise – sondern eine knappe Ressource, die gezielt eingesetzt werden muss. Beim Heizen ist er nicht sinnvoll, so eine Studie.

mehr erfahren über Grüner Wasserstoff: nicht zum Heizen
Ein Schaufelradbagger steht in einer Tagebaugrube.

Wer zahlt für die Rekultivierung?

Die Leag trennt Gewinne von Braunkohle-Altlasten – ein Milliardenrisiko für Steuerzahlende, bestätigt eine Analyse von Greenpeace. Umweltverbände klagen darum gegen die Umstrukturierung des Konzerns.

mehr erfahren über Wer zahlt für die Rekultivierung?
Mira Jäger schaut aus dem Fenster, links im Bild eine Wärmepumpe

Ratgeber Wärmepumpe

Wärmepumpen sind die umweltfreundlichen Heizungen der Zukunft: Sie funktionieren ohne Öl oder Gas, und bei der Nutzung entsteht kein CO2. Ein Erfahrungsbericht.

mehr erfahren über Ratgeber Wärmepumpe
Windpark bei Altentreptow in Mecklenburg-Vorpommern

Windkraft

Windkraft – zweitliebste Energieform in Deutschland. Sie spielt beim grundlegenden Umbau der deutschen Energieversorgung sowohl an Land als auch auf dem Meer eine herausragende Rolle.

mehr erfahren über Windkraft
Licht fällt aus einem Dachfenster

Wärmewende

Auch Gebäudewärme muss schnell klimaneutral erzeugt werden, wollen wir die Klimaziele schaffen und unabhängig vom Import fossiler Energien werden. Eine Wärmewende muss her, und Greenpeace sagt, wie.

mehr erfahren über Wärmewende