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Den Vertretern der Branche der erneuerbaren Energien können die sechzehn Jugendlichen allerdings kein Erfrischungsgetränk anbieten, denn die sind erst gar nicht eingeladen worden. Dabei geht es auf dem Treffen um den zukünftigen Kurs der Energiepolitik.

Mit ihrer Cocktail-Aktion wenden sich die Jugendlichen in Blaumännern und Arbeitshelmen - geschmückt mit Symbolen für Wind-, Wasserkraft und Sonnenenergie - gegen den Ausschluss der regenerativen Energien von dem Treffen. Die Folgen dieses Energiegipfels werden wir ausbaden müssen, sagt Christin-Louis Meyer (17) aus Berlin, deshalb sollte der Kanzler lieber mit uns sprechen anstatt mit der Kohlelobby.

Die Jugendlichen befürchten, dass die eingeladenen Stromkonzerne RWE, E.ON, Vattenfall Eruope und EnBW von der Regierung Garantien erhalten, weiterhin große Mengen des klimaschädlichen Kohlendioxids ausstoßen zu dürfen. Denn beim Energiegipfel geht es vor allem um die sogenannten Emissionszertifikate - staatliche Genehmigungen für Stromkonzerne für den Ausstoß von einer bestimmten Menge von Kohlenddioxid. Je weniger Zertifikate erteilt werden, desto besser sieht es für das Klima aus.

Im Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz hat sich Deutschland dazu verpflichtet, 25 Prozent Kohlenstoffdioxid-Emissionen bis zum Jahre 2005 einzusparen. Greenpeace fordert, damit Deutschland sein Klimaschutzziel überhaupt einhalten kann, dass der Kohlenstoffdioxidausstoß bis 2020 um 40 Prozent verringert wird.

Kaum möglich, wenn sich Wirtschaftsminister Clement mit seiner kohlelastigen Energiepolitik auf dem Energiegipfel durchsetzen sollte. Die Kohleverstromung ist mit über 350 Millionen Tonnen CO2 jährlich für rund 41 Prozent der gesamten deutschen Kohlendioxid-Emissionen verantwortlich.

Wir wollen keine verkohlte Zukunft, sondern eine Energiewende, die unser Klima schützt und neue Jobs bringt, sagt Christin-Louisa weiter. Sie und ihre Mitstreiter engagieren sich im Greenpeace-Jugendprojekt SolarGeneration für den konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien. Schon heute arbeiten rund 130.000 Menschen in der Branche der erneuerbaren Energien - mehr als im gesamten Kohlebergbau und der Atomindustrie zusammen.

Wenn die Bundesregierung den Anteil der erneuerbaren Energien bei der Strom- und Wärmeversorgung bis 2010 verdoppeln würde, könnten 70.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Clements Kampagne gegen erneuerbare Energien und für neue Kohlekraftwreke gefährdet zehntausende Arbeitsplätze.

Dem setzen Jugendliche im Greenpeace-Projekt "SolarGeneration" Engagement, Spaß und witzige Aktionsideen entgegen. Sie werben mit ihrem "SolarTruck" auf Jugend- und Musikfestivals um Unterstützung für ihre Vision von einer erneuerbaren Zukunft. Auch bei den Entscheidungsträgern in der Politik wollen sie sich Gehör verschaffen. Christin-Louisa begründet dies so: Die Zukunft ist solar!

Wer mehr über das Projekt SolarGeneration wissen will, findet Infos und Anderes auf der Website der SolarGeneration. (http://www.solargeneration.de)

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