Jetzt spenden
Greenpeace-Aktivisten mit Bannern und brennendem CO2-Schriftzug vor dem Kanzleramt
Paul Langrock / Greenpeace

CO2-Einsparungen im Energiesektor: Gutes Ziel - unklarer Weg

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Am Ende lief es besser als erwartet beim Aktionsprogramm Klimaschutz. Zwar muss der Energiesektor tatsächlich nur 22 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich einsparen und damit deutlich weniger als möglich gewesen wäre. Aber das Programm benennt noch einmal explizit die Einsparungen durch die bereits eingeleiteten Maßnahmen. Alleine dadurch senkt der Energiesektor seinen CO2-Ausstoß bis 2020 um 71 Millionen Tonnen verglichen mit dem Wert von 2012. Macht unter dem Strich also 93 Millionen Tonnen CO2 weniger aus Deutschlands Kraftwerken in den kommenden sechs Jahren.

Tobias Münchmeyer, Greenpeace-Experte für Energie, lobt die Entscheidung: „Die Bundesregierung macht endlich Ernst beim Klimaschutz. Greenpeace begrüßt, dass der Energiesektor mit insgesamt 93 Millionen Tonnen einen fairen Beitrag leisten soll.“ Gleichzeitig aber mahnt Münchmeyer, auch rasch den Weg zu diesem Ziel festzuzurren. „Jetzt muss die Bundesregierung sicherstellen, dass dieser Beschluss auch tatsächlich umgesetzt wird und ihn nicht die Kohle-Lobbyisten im Bundestag zerfleddern.“

Denn wie die geplante Reduktion erreicht werden soll, bleibt momentan unklar. Ohne einige der besonders schmutzigen Kohlekraftwerke zu schließen, wird sie aber kaum möglich sein. „Gelingt die Umsetzung, dann ist das Aktionsprogramm faktisch der Einstieg in einen schrittweisen Kohleausstieg“, sagt Münchmeyer. „Damit wäre der Bundesregierung ein großer Wurf beim Klimaschutz gelungen, der den internationalen Klimaverhandlungen weiteren Schwung verleihen würde. Gleichzeitig bekommt die Kohleindustrie endlich die nötige Planungssicherheit, um den Strukturwandel sozialverträglich zu organisieren.“

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/warmewende-jetzt

Wärmewende jetzt!

Die Bundesregierung will die Wärmewende ausbremsen - doch das wäre fatal und würde neue Unsicherheiten schaffen. Wir fordern: keine Abschwächung des Gesetzes, faire Förderung und Schutz für Mieter:innen!

Petition unterzeichnen
0%
vom Ziel erreicht
0
haben mitgemacht
0%
Thermography of Wasted Heat in Germany

Mehr zum Thema

Photovoltaikanlage auf dem Kanzleramtdach, April 2004

Solarenergie

Solarenergie ist der Hit unter den Erneuerbaren, da sie quasi ohne zusätzlichen Flächenverbrauch etwa auf Dächern installiert werden können. Neben Wind ist Sonne die wichtigste erneuerbare Energie.

mehr erfahren über Solarenergie
Anlage für grünen Wasserstoff

Grüner Wasserstoff: nicht zum Heizen

Wasserstoff aus erneuerbarer Energie ist kein Allheilmittel in der Klimakrise – sondern eine knappe Ressource, die gezielt eingesetzt werden muss. Beim Heizen ist er nicht sinnvoll, so eine Studie.

mehr erfahren über Grüner Wasserstoff: nicht zum Heizen
Ein Schaufelradbagger steht in einer Tagebaugrube.

Wer zahlt für die Rekultivierung?

Die Leag trennt Gewinne von Braunkohle-Altlasten – ein Milliardenrisiko für Steuerzahlende, bestätigt eine Analyse von Greenpeace. Umweltverbände klagen darum gegen die Umstrukturierung des Konzerns.

mehr erfahren über Wer zahlt für die Rekultivierung?
Mira Jäger schaut aus dem Fenster, links im Bild eine Wärmepumpe

Ratgeber Wärmepumpe

Wärmepumpen sind die umweltfreundlichen Heizungen der Zukunft: Sie funktionieren ohne Öl oder Gas, und bei der Nutzung entsteht kein CO2. Ein Erfahrungsbericht.

mehr erfahren über Ratgeber Wärmepumpe
Windpark bei Altentreptow in Mecklenburg-Vorpommern

Windkraft

Windkraft – zweitliebste Energieform in Deutschland. Sie spielt beim grundlegenden Umbau der deutschen Energieversorgung sowohl an Land als auch auf dem Meer eine herausragende Rolle.

mehr erfahren über Windkraft
Licht fällt aus einem Dachfenster

Wärmewende

Auch Gebäudewärme muss schnell klimaneutral erzeugt werden, wollen wir die Klimaziele schaffen und unabhängig vom Import fossiler Energien werden. Eine Wärmewende muss her, und Greenpeace sagt, wie.

mehr erfahren über Wärmewende