Skip to main content
Jetzt spenden
Thermographie Tour 2000. Straßenverkehrsamt Dortmund, März 2000
© Sunbeam GmbH / Greenpeace

Expertenkommission verzeichnet mangelnde Fortschritte

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Gerade die beim Wirtschaftsministerium gelagerten Themen wie Energieeffizienz oder Gebäudesanierung kommen noch nicht ausreichend vom Fleck. Entscheidend wäre es nun, noch stärker in die Effizienz von Gebäuden zu investieren, um die CO2-Emissionen in diesem Bereich rasch zu senken. Hier gibt es ein großes Potential für die Energiewende, das bisher leider brach liegengelassen wurde.

Hintergrund dafür ist ein politischer Streit zwischen Bundesregierung und den Bundesländern. Auch wenn die Regierung heute eine leichte Aufstockung für die Gebäudesanierung beschlossen hat - für ein rasches Vorankommen reicht diese Summe im Bereich der thermischen Sanierung bei weitem nicht. Denn nach wie vor gelten 65 Prozent der Häuser als schlecht gedämmt und 60 Prozent aller Fenster als schlecht isoliert. Wenn wir in diesem Tempo weitermachen, dauert es mehr als hundert Jahre bis alle Häuser in Deutschland saniert sind.

Mit dem Monitoring-Bericht zur Energiewende ist wissenschaftlich erwiesen: Die Politik von Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) ist ungenügend, beschreibt Greenpeace Energieexperte Tobias Austrup die Ergebnisse des aktuellen Berichts. Während er in Europa alle Maßnahmen zum Energiesparen behindert, täuscht er in Deutschland mit Minibeträgen für die Gebäudesanierung Aktionismus vor. Mit dieser Politik erreicht die Bundesregierung weder ihre Ziele beim Stromsparen noch bei der Gebäudedämmung.

Unabhängig vom heute veröffentlichten Monitoringbericht gibt es aber auch gute Nachrichten: Den Menschen in Deutschland gelingt es immer besser, in ihren eigenen vier Wänden Energie zu sparen. Zu diesem Ergebnis kommt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Vor allem beim Heizen der Wohnungen werden die deutschen Haushalte immer effizienter. Hier sank der Verbrauch beim Mineralöl um ein Viertel seit dem Jahr 2005. Den Gasverbrauch reduzierten die Verbraucher seit 2005 um ein Fünftel.

 

Mehr zum Thema

“Scholz, pack das an!”

  • 10.11.2021

Zum Endspurt der Koalitionsverhandlungen demonstrieren Greenpeace-Aktive mit Katastrophen-Schutt für eine stärkere Rolle der SPD im Klimaschutz

mehr erfahren
Arbeiter installieren Photovoltaikanlage auf Dach vor Reichstag in Berlin

Viel hilft viel

  • 22.10.2021

Die älteste Leier der deutschen Klimapolitik? „Man darf die Wirtschaft nicht überfordern.“ Nun zeigt eine Greenpeace-Studie: Mehr Klimaschutz schafft Jobs und Wachstum. 

mehr erfahren

Vor der Jahrhundertaufgabe

  • 18.10.2021

Nie gab es bei Klima- und Artenschutz so viel zu tun. Aktivist:innen erinnern die Verhandelnden der Ampelkoalition an ihre historische Verantwortung.

mehr erfahren
Windenergie in Sachsen-Anhalt

Ökostromanbieter

  • 13.10.2021

Greenpeace setzt sich nicht nur mit Worten sondern auch mit ganz konkreten Taten für den Klimaschutz ein. Seit 1999 beweist die Genossenschaft Green Planet Energy: Sauberer Strom ohne Atom und Kohle ist möglich! Und zwar wirtschaftlich und zuverlässig. 2016 ist Green Planet Energy mit mehr als 23.000 Mitgliedern die größte Energie-Genossenschaft Deutschlands und beliefert über 112.000 Kunden mit sauberem Strom.

mehr erfahren
Lisa Göldner, Energie-Expertin bei Greenpeace

“Vorrang für Mensch und Klima”

  • 27.09.2021

Für die Bundestagswahl waren Klimaschutzthemen so präsent wie lange nicht - und doch noch nicht präsent genug. Interview mit Klimaexpertin Lisa Göldner.

mehr erfahren
Greenpeace-Aktivisten schwimmen mit Banner und Gepäck zur Ölplattform

Mut gegen Klimawahnsinn

  • 24.09.2021

Vier Aktivist*innen haben eine Ölplattform besetzt. Sie fordern, jede weitere Ausbeutung von Öl und Gas sofort zu stoppen. Offshore-Wind statt Öl ist ihre Devise gegen Klimakrise.

mehr erfahren