Skip to main content
Jetzt spenden
Woher kommt der Strom?
Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Es ist sicher nicht überraschend, dass das Wirtschaftsministerium mit dem Portal seine eigenen energiepolitischen Ziele verfolgt. Nur leider weichen diese zuweilen deutlich von den Positionen der Bundesregierung ab. Zur erwünschten Transparenz trägt das Protal damit nicht bei. Gerade die Themen Atomenergie, Klimaschutz und Kohlekraftwerke werden leider sehr einseitig dargestellt, sagt Andree Böhling, Energieexperte von Greenpeace.

Unter den Rubriken Energiemix, Strompreise, Anbieterwechsel und Stromsparen sollen sich die Verbraucher umfassend informieren können. Zu jedem der Themen gibt es Einsteigerinfos und Hintergrundwissen. Außerdem kann man mehr über die politischen Ziele zu den jeweiligen Themen erfahren.

Besonders die Argumente für die Atomenergie sind nicht nur in Fachkreisen, sondern innerhalb der Bundesregierung selbst sehr umstritten. Zum Beispiel kann von einer sicheren wissenschaftlichen Lösung der Endlagerung des radioaktiven Atommülls überhaupt noch keine Rede sein.

Auch der Einsatz von Kohlekraft ist keineswegs so unproblematisch für das Klima wie vom Wirtschaftsministerium dargestellt. Entgegen den Aussagen im Verbraucherportal gefährdet die Kohlekraft durch ihren hohen CO2-Ausstoß sehr wohl die deutschen Klimaziele. Besonders wenn die zurzeit geplanten neuen Kohlekraftwerke wirklich gebaut werden, kann die Reduzierung der Treibhausgase nicht erreicht werden.

Bemerkenswert ist auch, dass das Wirtschaftsministerium in zentralen Positionen der Bundesregierung widerspricht. So wird unter der Rubrik Energiemix davon gesprochen, dass es Ziel der Bundesregierung sei, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um 30 Prozent zu reduzieren. Die Bundesregierung hat sich allerdings auf der letzten Weltklimakonferenz in Bali auf eine Reduktion der Klimagase um 40 Prozent festgelegt.

Mehr zum Thema

Sun Flower and Wind Energy in Germany

Ökostromanbieter

  • 16.12.2022

Wie finde ich den richtigen Stromanbieter? Diese Frage stellen sich viele. Denn Stromgewinnung aus fossiler Energie schädigt das Klima und die Umwelt.

mehr erfahren
Heavy Rain Disaster in Southwest Germany

Ein Jahr nach der Flutkatastrophe

  • 15.07.2022

Im Juli 2021 erlebte das Ahrtal eine beispiellose Flut, die viele Todesopfer forderte. Rainer Doemen hat die Katastrophe erlebt und setzt sich für einen nachhaltigen Wiederaufbau der Region ein.

mehr erfahren
Licht fällt aus einem Dachfenster

Wärmewende

  • 23.02.2022

Auch Gebäudewärme muss schnell klimaneutral erzeugt werden, wollen wir die Klimaziele schaffen und unabhängig vom Import fossiler Energien werden. Eine Wärmewende muss her, und Greenpeace sagt, wie.

mehr erfahren
Arbeiter installieren Photovoltaikanlage auf Dach vor Reichstag in Berlin

Viel hilft viel

  • 21.10.2021

Die älteste Leier der deutschen Klimapolitik? „Man darf die Wirtschaft nicht überfordern.“ Nun zeigt eine Greenpeace-Studie: Mehr Klimaschutz schafft Jobs und Wachstum.

mehr erfahren
Lisa Göldner, Energie-Expertin bei Greenpeace

“Vorrang für Mensch und Klima”

  • 27.09.2021

Für die Bundestagswahl waren Klimaschutzthemen so präsent wie lange nicht - und doch noch nicht präsent genug. Interview mit Klimaexpertin Lisa Göldner.

mehr erfahren
Neues Logo von Green Planet Energy

Neuer Name - Gleicher Inhalt

  • 16.09.2021

Der Ökoenergieanbieter „Greenpeace Energy“ heißt seit dem 16. September „Green Planet Energy“. Sonst ändert sich nichts: Ambitionierter Klimaschutz und unabhängige Genossenschaft bleiben.

mehr erfahren