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Aktion gegen Braunkohlekraftwerks Jänschwalde, September 2009
Bente Stachowske / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Auf ihrer Pressekonferenz rühmte sich die Bahn mit ihrem Engagement in Sachen Umweltschutz. Für 19 Jahre schließt der Konzern mit dem Anlagenbetreiber swb AG Bremen einen Liefervertrag über Strom aus dem Windkraftwerk Märkisch Linden ab. Doch so edel dieses Vorhaben, so klimaschädlich ist der Strommix der Bahn. Immerhin bezieht das Unternehmen 50 Prozent seines Stromes aus Kohlekraft. Und auch Atomstrom ist mit 20 Prozent im Energiemix der Bahn enthalten. Lediglich 16 Prozent stammen aus Erneuerbaren Energien. Die Zulieferung von Strom aus dem Windpark in Märkisch Linden steigert den Anteil der Erneuerbaren lediglich um ein halbes Prozent. Es ist absurd, sich nun als Vorreiter im Klimaschutz darzustellen.

Die Deutsche Bahn hat noch nicht begriffen, dass sie sich angesichts einer extrem dreckigen Stromerzeugung mit Kohle- und Atomstrom immer noch auf einem Abstellgleis befindet. Von einem großen Wurf beim Klimaschutz kann mit diesem halbherzigen Einstieg in die Windenergie jedenfalls noch keine Rede sein, kommentiert Andree Böhling, Energieexperte bei Greenpeace.

Der Energiekonzern E.ON baut gerade in Datteln ein neues Kohlekraftwerk. Hauptabnehmer des Stromes wird die Bahn sein. Der Energiemix der Bahn wird sich also eher verschlechtern als verbessern. Während symbolische Projekte als Meilensteine beim Klimaschutz gefeiert werden, lässt die Bahn in Datteln ein klimaschädliches Kohlekraftwerk errichten. Damit zeigt sie beim Klimaschutz leider ihr wahres Gesicht. Um wieder glaubwürdig zu werden, muss die Bahn jetzt die Weichen in Richtung Zukunftsenergien stellen. Der erste Schritt muss sein, den Bau des Klimakillers in Datteln zu stoppen.

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