Skip to main content
Jetzt spenden
Greenpeace-Aktivisten hissen eine Flagge mit Totenkopf Symbol auf der Kuppel des AKW Unterweser, Juni 2009.
Fred Dott / Greenpeace

Atomkraft ist gefährlich, blockiert den Klimaschutz und bremst die Konjunktur

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Trotz des tödlichen Risikos, das von den ältesten Atomkraftwerken wie Unterweser ausgeht, plant die CDU eine Laufzeitverlängerung für diese Meiler, sagt Heinz Smital, Atomexperte von Greenpeace. Für den gewaltigen Profit der Atomkonzerne wird die Gefährdung der Menschen von den politischen Verantwortlichen weiterhin fahrlässig verheimlicht und verharmlost!

Interne Dokumente des Bundeskriminalamtes, die Greenpeace vorliegen, belegen das Risiko eines schweren Reaktorunfalls aufgrund eines Terrorangriffs. Nach der Einschätzung des Bundesumweltministerium ist die bisherige Abwehrtaktik einer Vernebelung im Fall eines Angriffs nutzlos.

Frau Merkel muss endlich Verantwortung für die Sicherheit der Menschen übernehmen und nicht für klingelnde Kassen bei den Stromkonzernen sorgen! Die Atomkraftwerke müssen mit sofortiger Wirkung stillgelegt werden, fordert Smital. Am kommenden Dienstag wird der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sein Energiekonzept für Deutschland vorstellen. Bundeskanzlerin Merkel steht an der Seite der Stromkonzerne, um die Forderungen der Konzerne nach einem Ausstieg aus dem Atomausstieg zu unterstützen.

Die Atomkraftwerke Biblis A und B, Brunsbüttel, Isar 1, Philippsburg 1, Neckarwestheim 1 und Unterweser könnten einem Terror-Angriff aus der Luft nicht standhalten. Das Atomkraftwerk Unterweser ist in dieser Gruppe das leistungsstärkste mit dem größten radioaktiven Inventar. Charakteristisch für den Reaktor sind außerdem die besonders dünnen Stahlbetonwände und die niedrigen Sicherheitsvorkehrungen.

Insgesamt sind in Deutschland noch 17 Atomreaktoren in Betrieb. Laut gesetzlich verankertem Atomausstieg müssen die sieben genannten Atomkraftwerke in den kommenden fünf Jahren abgeschaltet werden. Die Risikotechnologie Atomkraft blockiert den notwendigen Umbau der Energieversorgung.

Die Erneuerbaren Energien sind wichtig für den Klimaschutz und für die Schaffung von Arbeitsplätzen in Deutschland, so Smital. Gerade in der Wirtschaftskrise muss die Bundesregierung den Ausbau der Erneuerbaren Energien beschleunigen statt auf die Konjunkturbremse Atomkraft zu treten. Bereits heute übersteigt die Zahl der Arbeitsplätze im Bereich der Erneuerbaren Energien die Stellenzahl der Atomkraft bei weitem.

Hintergründe und Meinungen zum Thema Atomenergie finden Sie ab sofort auch in unserem neuen Greenpeace-Blog in der Kategorie Am Reaktor.

  • Greenpeace-Aktivisten projizieren einen Totenkopf auf das AKW Unterweser, Juni 2009

    AKW Unterweser

    Überspringe die Bildergalerie
  • Greenpeace-Aktivisten klettern auf die Kuppel des AKW Unterweser, Jui 2009

    Aktivisten klettern auf die Kuppel

    Überspringe die Bildergalerie
  • Protest auf dem AKW Unterweser, Juni 2009

    Protest auf dem AKW Unterweser

    Überspringe die Bildergalerie
  • Protest auf dem AKW Unterweser, Juni 2009

    Protest auf dem AKW Unterweser

    Überspringe die Bildergalerie
  • Besuch AKW Unterweser

    Besuch AKW Unterweser

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie

Mehr zum Thema

Brände nahe Tschornobyl

  • 20.05.2022

Immer wieder kommt es zu Bränden um Tschornobyl, unter großem Einsatz der Feuerwehrleute vor Ort. Das zeigt: Ein GAU ist niemals abgeschlossen.

mehr erfahren
‘Taxonosaurus’ Dinosaur at EU Commission HQ in Brussels

EU-Taxonomie nach russischem Wunsch

  • 17.05.2022

Eine EU-Nachhaltigkeitstaxonomie, die Gas und Atomkraft fördert, begünstigt vor allem Russlands Wirtschaft. Kein Zufall: Darauf haben russische Unternehmen hinter den Kulissen hingewirkt.

mehr erfahren
Radiation Measurement in Chernobyl

36. Jahrestag der Tschornobyl-Katastrophe

  • 26.04.2022

Welche Gefahr geht heute noch von dem havarierten Atomkraftwerk in Tschornobyl aus? Wir fragten den Greenpeace-Atomexperten Heinz Smital.

mehr erfahren
Abandoned Toys in Pripyat

Tschernobyl

  • 09.03.2022

Am 26. April 1986 erschüttert eine Explosion das Atomkraftwerk Tschernobyl. Eine radioaktive Wolke verseucht die Region und zieht über Europa. Ursache sind menschliches Versagen und technische Mängel.

mehr erfahren
Ghost Town Pripyat near Chernobyl

Tschernobyl: Folgen des Super-GAU

  • 01.03.2022

Die Explosion des Tschernobyl-Reaktors am 26. April 1986 setzt mehrere Tonnen hochradioaktives Material frei und verseucht die Region. Die Folgen für Mensch und Umwelt sind heute noch spürbar.

mehr erfahren
Die vier Kühltürme des Atomkraftwerks Mochovce in der Slowakei

Greenwashing durch EU-Nachhaltigkeitstaxonomie

  • 02.02.2022

Kapern Atomenergie und Gas gerade den Green Deal der EU und machen ihn damit unbrauchbar? Umweltschützende protestieren gegen den Plan, Risikotechnologien als nachhaltig zu verkaufen.

mehr erfahren