Skip to main content
Jetzt spenden
MOX-Protest-Projektion, November 2012
Michael Löwa / Greenpeace

Greenpeace-Aktivisten demonstrieren gegen den Plutonium-Transport nach Grohnde

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Plutonium-Brennelemente sind hochgefährlich, sagt Christoph von Lieven, Sprecher von Greenpeace. Ein schwerer Atomunfall ist mit diesen Kernbrennstäben wahrscheinlicher und hätte schlimme Auswirkungen für die Menschen. McAllister muss den Schutz der Bevölkerung wichtiger nehmen als den Profit der Atomindustrie.

MOX-Brennelemente enthalten das besonders riskante, stark strahlende und hochgiftige Plutonium. Mit ihrem Einsatz ist ein Super-GAU wesendlich wahrscheinlicher. Grund ist die höhere Nachwärme, die bei fehlender Kraftwerkskühlung zu dem größten anzunehmenden Unfall führen könnte.

Selbst den großen Atomkonzernen ist der Einsatz zu riskant

Anfang der Woche wurde bekannt, dass RWE wegen wiederholter Probleme mit MOX-Elementen deren Einsatz im bayerischen AKW Gundremmingen einstellen will. Auch E.on räumte ein, dass es im Grunde nur Nachteile durch den Einsatz von MOX-Brennelementen gebe.

Für defekte Brennstäbe gibt es derzeit keine Entsorgungslösung. Selbst Castorbehälter, die normalerweise für hochradioaktiven Atommüll genutzt werden, sind für MOX-Brennelemente nicht zugelassen.

Deutsche AKW werden mit den Resten aus einer verschrotteten Anlage beliefert

Die Brennelemente aus Sellafield könnten schadhaft sein, sagt Christoph von Lieven. Die Plutoniumfabrik ist bereits geschlossen und jetzt werden deutsche AKW mit dem letzten Rest einer verschrotteten Anlage beliefert. Die Lieferung der acht MOX-Elemente nach Grohnde ist der zweite Transport in diesem Herbst aus der Wiederaufarbeitung in Sellafield an das E.on-AKW. Bereits im September wurden acht MOX-Elemente nach Grohnde geliefert.

Die Plutoniumfabrik Sellafield ist besonders skandalträchtig. Die Anlage kämpft seit ihrer Inbetriebnahme vor neun Jahren mit enormen technischen Problemen. Ursprünglich sollte die Anlage 120 Tonnen MOX-Brennelemente pro Jahr aus der Wiederaufarbeitung von Atommüll produzieren. Etwa 13 Tonnen wurden letztlich in Sellafield hergestellt. Das entspricht etwa einem zehntel der geplanten Jahresleistung. Nach dem Atomdesaster in Fukushima beschloss die britische Regierung, die Skandal-Anlage endgültig stillzulegen.

  • Greenpeace-Protest gegen MOX-Transport in Nordenham 11/18/2012

    MOX-Transport

    Überspringe die Bildergalerie
  • Die nukleare Anlage Sellafield. 27.04.2002

    Nukleare Anlage Sellafield

    Überspringe die Bildergalerie
  • Mox-Transport mit hochgiftigem Plutonium auf dem Weg nach Nordenham09/23/2012

    Gefährlicher Mox-Transport

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie

Jetzt mitmachen

Du willst Teil der Energiewende sein?

Menschen stellen die Energiewende dar - von der Atomkraft zur Windkraft 15.04.2011

Dann besuche in unserer Mitmach-Community Greenwire die Energiewende-Themengruppe und tausche dich mit Anderen aus, finde weitere Mitmachangebote und erfahre mehr über unsere Kampagnen.

Hier lang zur Themengruppe-Energiewende

Themengruppe auf

Menschen stellen die Energiewende dar - von der Atomkraft zur Windkraft 15.04.2011

Mehr zum Thema

Shut Down of Nuclear Power Plants: AKW Dinosaur in Berlin

Am Ende der Atomkraft

  • 15.04.2023

Welche Wirkung die Gnadenfrist für deutsche Atomkraftwerke hatte, zeigt eine Studie im Auftrag von Greenpeace und Green Planet Energy: kaum eine. Der Abschied von der Atomkraft fällt leicht.

mehr erfahren
Last Resistance Party in Gorleben, Germany

Adieu, Atomkraft

  • 14.04.2023

Nach Jahrzehnten des Protestes steigt Deutschland endlich aus der Atomkraft aus. Roland Hipp, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland, blickt zurück - und mit Freude in die Zukunft.

mehr erfahren
Projection for Final Shutdown at Neckarwestheim NPP

Die Mär von der Renaissance der Atomkraft

  • 05.04.2023

Auch wenn vielerorts eine “Renaissance der Atomkraft” herbeigeredet wird, die Fakten sprechen dagegen: Atomenergie ist in Deutschland, im Rest Europas und weltweit auf dem absteigenden Ast.

mehr erfahren
Projektion zum Atomausstieg am AKW Isar 2

Atomkraftwerke abschalten

  • 03.04.2023

Atomkraft ist nicht nur riskant, sondern auch keine Lösung für die Energiekrise. Vor dem Jahrestag der Fukushima-Katastrophe fordern Greenpeace-Aktivist:innen, die deutschen AKW endlich abzuschalten.

mehr erfahren
"Shut Down"-Projektion am AKW Emsland

Atomausstiegsfest

  • 03.04.2023

Die Vorfreude steigt: Nach jahrzehntelangem Einsatz vieler mutiger Menschen steigt Deutschland endlich aus der Atomkraft aus. Diesen Erfolg wollen wir mit euch feiern. In München und Berlin!

mehr erfahren
Balloons on the 'Plein' at The Hague

Scheinlösung Kernfusion

  • 27.03.2023

Ein technologischer Meilenstein, aber kein Modell für die Zukunft: Warum der gelungene Versuch der Kernfusion nicht die Probleme der Gegenwart löst.

mehr erfahren