Skip to main content
Jetzt spenden
Belene nuclear action
©Greenpeace/Ratislav Prohazka

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Bulgarische Zeitungen verkünden bereits, dass die Deutsche Bank in den Weiterbau und die Fertigstellung des AKW Belene investieren werde. Die Bauarbeiten an dem Druckwasserreaktor sowjetischer Bauart ruhen seit 1992. Bulgarische Umweltschützer hatten damals heftig gegen den Bau opponiert. Belene liegt in einem Erdbebengebiet. Jetzt soll aus Kostengründen an der Ruine weitergebaut werden.

Die Deutsche Bank hat Greenpeace in einem Schreiben vom 30.Mai mitgeteilt, dass sie sich bei geplanten Investitionen an den Leitlinien der Weltbank orientiere. Diese lehnt Investitionen in Atomkraftwerke aber aus ökonomischen Gründen ab: Es gebe günstigere Alternativen zur Energieerzeugung, die Kosten für Atommüll würden unterschätzt, die Folgen eines Unfalls seien nicht absehbar.

Smital rät der Deutschen Bank, sich öffentlich aus dem Projekt zurückzuziehen, damit diese Botschaft auch in der bulgarischen Hauptstadt Sofia ankomme. Die Aktionäre sollten sich dafür einsetzen, dass Geld in die Zukunft, in Erneuerbare Energien, investiert wird und nicht in die Vergangenheit, in sowjetische Atomkraftwerke. Sonst könnte das Motto der Bank 'Leistung aus Leidenschaft' zu 'Leistung, die Leiden schafft' mutieren.

Im Laufe der Hauptversammlung wird auch die bulgarische Umweltaktivistin Albena Simeonova zum Atomreaktor bei Belene Stellung nehmen. Die Weinbäuerin, die wegen ihres Engagements gegen das Kraftwerk schon mehrfach mit dem Tode bedroht wurde, spricht wie Heinz Smital für den Dachverband der Kritischen Aktionäre.

Jetzt mitmachen

Du willst Teil der Energiewende sein?

Menschen stellen die Energiewende dar - von der Atomkraft zur Windkraft 15.04.2011

Dann besuche in unserer Mitmach-Community Greenwire die Energiewende-Themengruppe und tausche dich mit Anderen aus, finde weitere Mitmachangebote und erfahre mehr über unsere Kampagnen.

Hier lang zur Themengruppe-Energiewende

Themengruppe auf

Menschen stellen die Energiewende dar - von der Atomkraft zur Windkraft 15.04.2011

Mehr zum Thema

Shut Down of Nuclear Power Plants: AKW Dinosaur in Berlin

Am Ende der Atomkraft

  • 15.04.2023

Welche Wirkung die Gnadenfrist für deutsche Atomkraftwerke hatte, zeigt eine Studie im Auftrag von Greenpeace und Green Planet Energy: kaum eine. Der Abschied von der Atomkraft fällt leicht.

mehr erfahren
Last Resistance Party in Gorleben, Germany

Adieu, Atomkraft

  • 14.04.2023

Nach Jahrzehnten des Protestes steigt Deutschland endlich aus der Atomkraft aus. Roland Hipp, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland, blickt zurück - und mit Freude in die Zukunft.

mehr erfahren
Projection for Final Shutdown at Neckarwestheim NPP

Die Mär von der Renaissance der Atomkraft

  • 05.04.2023

Auch wenn vielerorts eine “Renaissance der Atomkraft” herbeigeredet wird, die Fakten sprechen dagegen: Atomenergie ist in Deutschland, im Rest Europas und weltweit auf dem absteigenden Ast.

mehr erfahren
Projektion zum Atomausstieg am AKW Isar 2

Atomkraftwerke abschalten

  • 03.04.2023

Atomkraft ist nicht nur riskant, sondern auch keine Lösung für die Energiekrise. Vor dem Jahrestag der Fukushima-Katastrophe fordern Greenpeace-Aktivist:innen, die deutschen AKW endlich abzuschalten.

mehr erfahren
"Shut Down"-Projektion am AKW Emsland

Atomausstiegsfest

  • 03.04.2023

Die Vorfreude steigt: Nach jahrzehntelangem Einsatz vieler mutiger Menschen steigt Deutschland endlich aus der Atomkraft aus. Diesen Erfolg wollen wir mit euch feiern. In München und Berlin!

mehr erfahren
Balloons on the 'Plein' at The Hague

Scheinlösung Kernfusion

  • 27.03.2023

Ein technologischer Meilenstein, aber kein Modell für die Zukunft: Warum der gelungene Versuch der Kernfusion nicht die Probleme der Gegenwart löst.

mehr erfahren