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Diese Druckwasser-Reaktoren, die nach der ältesten sowjetischen Bauart konstruiert sind und als extrem gefährlich eingestuft werden, hätten eigentlich bereits bis Ende 1997 vom Netz gehen sollen. Allerdings hatte Bulgarien es versäumt, rechtzeitig für eine alternative Stromversorgung zu sorgen. Die jetzt abgeschalteten Reaktoren lieferten bislang zehn Prozent des bulgarischen Strombedarfs.

Die Blöcke sollen jedoch nicht demontiert werden. Die bulgarische Regierung spekuliert auf eine Modernisierung der Uralt-Reaktoren, um sie anschließend wieder in Betrieb zu nehmen. Dem steht die im Westen vorherrschende Meinung entgegen, dass dieser Reaktortyp nicht gesichert werden kann. Unter anderem fehlt eine Schutzhülle, die im Fall eines Unfalls das Austreten von Radioaktivität verhindern kann, das Sicherheits- und Kontrollsystem ist fehlerhaft und es besteht in Notfällen keine ausreichende Kühlmöglichkeit. In Deutschland wurden die einzigen Reaktoren dieses Typs - die Blöcke Greifswald 1-4 - bereits kurz nach der Wende abgeschaltet. Sie galten bereits damals als nicht modernisierungsfähig. (hol)

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