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Das sich nun abzeichnende, endgültige Verbot ist lange überfällig.Nun muss das Europäische Parlament folgen und den Beschluss desMinisterrates bei der Abstimmung unterstützen. Nach fünf JahrenVerzögerung durch endlose Risikobewertungen und provisorische Verbotehaben die Kinder in Europa nun gute Chancen, künftig von giftigenPhthalaten verschont zu bleiben. Wir bedauern aber, dass dieses Verbotnur zur Hälfte für jegliches Kinderspielzeug gilt und fordern, auchSpielzeug und Produkte für Kinder über drei Jahren frei vongesundheitsschädlichen Chemikalien zu produzieren.

Die heutige Entscheidung zeigt, dass es nicht nur wünschenswertsondern auch möglich ist, gefährliche Chemikalien durch sichereAlternativen zu ersetzen. Dieses Prinzip der Substitution mussverbindlich auch in das neue EU-Chemikaliengesetz (REACH) aufgenommenwerden, das die EU-Institutionen derzeit diskutieren. Der Austauscheiner als gefährlich identifizierten Chemikalie durch einenunbedenklichen Stoff muss in Zukunft schnell und unbürokratischumgesetzt werden können.

Schon 1997 wies ein von Greenpeace beauftragtes Labor nach, dass alsWeichmacher in Kinderspielzeug eingesetzte Phthalate beim Spielen inerheblichen Mengen aus den Produkten entweichen. So können sie vonKindern beim Kauen und Lutschen am Spielzeug direkt aufgenommen werden.Dennoch hat die Chemieindustrie bisher alles daran gesetzt, einendgültiges Verbot durch unsägliche Diskussionen über 'akzeptable'Grenzwerte zu verhindern.

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