Jetzt spenden
Global Refill Day, wiederverwendbarer Container vor Angebotstafel
Greenpeace

Greenpeace-Gruppen protestieren deutschlandweit gegen Einwegverpackungen

Das Leben einer Einwegverpackung ist – der Name lässt schon darauf schließen – kurz: Der Hersteller tut was rein, der Kunde nimmt es raus, die Tüte oder Plastikschale landet daraufhin (bestenfalls) im Gelben Sack. Das ist viel Müll und Produktionsaufwand für eine einzige Benutzung. Und Produktionsaufwand bedeutet immer auch: klimaschädliches CO2.

Die Lösung dieses Problems ist nicht besonders ausgefallen, es gibt sie nämlich seit unsere Großeltern mit der Milchkanne einkaufen gingen: Mehrwegverpackungen. Am 6. November findet der Global Refill Day statt; an diesem Tag üben weltweit Umweltschützer Druck auf den Handel aus, indem sie verlangen, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: Meinen Einkauf will ich in einer Mehrwegverpackung nach Hause tragen. Die landet nicht im Müll, sondern mit der komme ich morgen wieder. Und nächste Woche. Und die darauf.

Umfüllen statt wegschmeißen

Dazu braucht es auch keine eigens gekauften, hippen Edelstahlcontainer. Ein Einmachglas, eine verschließbare Dose oder etwas Vergleichbares reichen völlig. Die Idee des Global Refill Days ist folgende: Wenn Sie im Supermarkt einkaufen oder im Café oder Restaurant etwas zum Mitnehmen bestellen, fragen Sie nach, ob man Ihnen Ihren Einkauf in den mitgebrachten Behälter füllt – statt neuen Verpackungsmüll zu produzieren.

Deutschlandweit probieren Greenpeace-Gruppen am Mittwoch, inwieweit ihnen Einzelhändler und Gastronomen beim umweltfreundlichen Einkauf entgegenkommen. Verschlagwortet mit den Hashtags #ReuseRevolution und #breakfreefromplastic posten die Aktivistinnen und Aktivisten Fotos ihrer Einkäufe in den Sozialen Medien, loben und kritisieren. Das können Sie auch, wenn sie beim Global Refill Day mitmachen: Wenn der Supermarkt um die Ecke ihre  mitgebrachten Dosen anstandslos mit Lebensmitteleinkäufen füllt, darf man ihn dafür auch mal auf Twitter und Facebook freundlich erwähnen. Wenn er es nicht tut, kann man ihn anspornen, es in Zukunft besser zu machen. So wird von vielen Menschen Öffentlichkeit geschaffen für ein Problem, das uns alle angeht.

Plastikverbrauch in Deutschland am höchsten

Plastik ist nicht nur ein Problem für uns Menschen, sondern auch eine gewaltige Belastung für die Umwelt. Große Teile unserer Plastikabfälle landen in der Natur: Allein in unsere Ozeane gelangen pro Jahr bis zu 13 Millionen Tonnen Plastik. Ein Großteil davon sind Einwegverpackungen und Plastiktüten, die wir nur einmal benutzen und anschließend wegwerfen. Die Deutschen sind leider Rekordhalter wenn es um Plastik geht: Knapp ein Viertel des Plastikverbrauchs in Europa ist auf uns zurückzuführen.

Wir brauchen mehr Verantwortungsgefühl bei großen Herstellern wie Unilever oder Nestlé und wirksame Gesetze, die Anreize schaffen für nachhaltige Verpackungsideen, die keine bloße Augenwischerei sind. Aber wir können in unserem direkten Umfeld anfangen und Politik und Wirtschaft zeigen: Eine Welt mit weniger Plastik ist möglich. Da hinzukommen ist sogar ziemlich einfach.

>>> Wie Sie unnötigen Müll vermeiden und alten Gegenständen neues Leben einhauchen, erfahren Sie bei unserer MAKE-SMTHNG-Challenge. Melden Sie sich gleich an!

Vogel über Müllberg

Mehr zum Thema

Pärchen, auf der Handfläche die Welt als Herz

Deutschland erreicht Erdüberlastungstag

Deutschland hat seine natürlichen Ressourcen für dieses Jahr am 10. Mai verbraucht. Den Rest des Jahres leben wir auf Kosten anderer. Doch was bedeutet das und wie können wir es ändern?

mehr erfahren über Deutschland erreicht Erdüberlastungstag
Großes Banner "End Fast Fashion" liegt am Strand in Ghana zwischen Textilmüll.

Fast Fashion versus grüne Mode: Fragen und Antworten

Fast Fashion, also schnelle Mode, was ist das? Wer steckt dahinter und warum ist sie problematisch? Hier gibt es Antworten – auch zu den Alternativen.

mehr erfahren über Fast Fashion versus grüne Mode: Fragen und Antworten
 Passant:innen betrachten Kleiderstatue aus Textilmüll vor dem Brandenburger Tor

Fast Fashion – billig gekauft, teuer bezahlt

Fast Fashion zerstört Umwelt und Ressourcen – nachhaltige Alternativen sind der Weg aus der Wegwerfmode. Die Modeindustrie heizt jedoch den Konsum an. Ein Gesetz könnte den Wahnsinn eindämmen. 

mehr erfahren über Fast Fashion – billig gekauft, teuer bezahlt
Nahaufnahme im Labor: Hand hält eine Schale mit Mikroplastik.

Mikroplastik: ein unsichtbares Problem

Was genau ist Mikroplastik? Wo kommt es her – und warum ist es so schwer, das Problem wieder einzufangen. Antworten auf diese Fragen, liefert dieser Artikel.

mehr erfahren über Mikroplastik: ein unsichtbares Problem
Studioaufnahme: Textilien von Shein auf einem Haufen

Schäm dich, Shein

Schnell, billig, rücksichtslos – das ist das Geschäftsmodell von Fast-Fashion-Konzern Shein. Greenpeace hat zum dritten Mal Produkte ins Labor geschickt – wieder mit beunruhigenden Ergebnissen.

mehr erfahren über Schäm dich, Shein
Larissa fotografiert sich im Spiegel

Mit Larissa den eigenen Style finden

Larissa aka larytales zeigt auf Social Media, wie sie Slow Fashion mit dem ultimativen Organisations-Tool der Fashion-Welt lebt: der Capsule Wardrobe. Wie das klappt, verrät sie im Interview.

mehr erfahren über Mit Larissa den eigenen Style finden