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Labortest eines T-Shirts der Marke Primark
Alex Stoneman / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

„Primarks Verpflichtung zeigt, dass auch Billigmarken den Trend hin zu giftfreier Kleidung nicht verpassen wollen. Das ist durchaus eine harte Nuss für einen Discounter, der schnelllebige Massenware herstellt“, sagt Kirsten Brodde, Chemie-Expertin von Greenpeace.  Als Reaktion auf die Greenpeace-Kampagne „Detox“ gegen Gifteinsatz in der Kleidungsproduktion veröffentlichte Primark eine entsprechende Erklärung. Die irische Bekleidungsfirma ist damit die zwanzigste Firma, die sich dem Druck von Greenpeace beugt.

Bereits in den nächsten Monaten will Primark die ersten Abwasserdaten der Zulieferer – mit Mengenangaben zu allen gefährlichen Chemikalien – öffentlich machen. Damit können sich die Menschen in unmittelbarer Nähe der Fabriken in Zukunft über die Belastung ihrer Trinkwasserressourcen und Flüsse informieren. Primark will so für mehr Transparenz in der gesamten Lieferkette sorgen.

Greenpeace-Test: Primark-Kleidung stark belastet

Der Entscheidung von Primark war ein Kinderkleidungstest "Kleine Monster im Kleiderschrank" von Greenpeace im Januar vorausgegangen. Dafür wurdenKinder-Kleidungstücke von zwölf verschiedenen Marken - darunter auch Primark und Burberry - auf giftige Chemikalien wie etwa Nonylphenolethoxylat, per- und polyflourierte Chemikalien  (PFC) oder Phtalate (Weichmacher) untersucht. Diese Chemikalien gelten als hochgiftig, hormonell wirksam und krebserregend. Einige PFC können das Immunsystem und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und zu Schilddrüsenerkrankungen führen. Ein in Deutschland gekauftes T-Shirt von Primark enthielt 11 Prozent Weichmacher (Phthalate). Dies ist ein für Kinderspielzeug in der EU unzulässiger Wert.

„Wir fordern Primark auf, den Worten nun auch Taten folgen zu lassen, damit das Wasser in China und anderen Produktionsländern wieder sauberer wird. Primark muss außerdem die sozialen Bedingungen der Textilarbeiter verbessern. Umweltschutz und menschenwürdige Arbeitsbedingungen sollten Hand in Hand gehen. Die Marken sind dafür verantwortlich, beides zu garantieren,“ sagt Brodde.

 

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