Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Trotz massiver militärischer Sicherheitsvorkehrungen ist es Greenpeace gelungen, den weltweiten Protest gegen Dow Chemical an das Weltwirtschaftsforum in Davos zu tragen: Rund 60 Aktivistinnen und Aktivisten protestierten mit einem Menschenteppich gegen Dows Weigerung, in Bhopal Wiedergutmachung zu leisten und die Aufräumarbeiten einzuleiten.

Hintergrund: Im Dezember 1984 explodierte in einer Pestizidfabrik des Chemiekonzerns Union Carbide, heute Dow Chemical, ein Tank und setzte eine tödliche Gaswolke frei. Die Wolke trieb über die umliegenden Armenviertel der indischen Stadt Bhopal und tötete 8.000 Menschen innerhalb weniger Stunden. Insgesamt fielen dem Gift mindestens 20.000 Menschen zum Opfer, rund 150.000 sind seitdem chronisch krank.

Der amerikanische Multi ist nicht bereit, Verantwortung für die Katastrophe zu übernehmen. Rachna Dhingra, Vertreterin der Überlebenden-Organisationen aus Bhopal: "Die Menschen in Bhopal sterben und leiden wegen Dow. Bhopal und Dow zeigen auf, wie weit die Verantwortungslosigkeit der Konzerne gehen kann. Bhopal wurde zum Symbol für Corporate Crime - Dow für viele Opfer zum Inbegriff des Corporate Criminals."

Das Weltwirtschaftsforum tagt noch bis Sonntag in dem verschneiten Alpenstädtchen Davos. Dort will die internationale Elite aus Wirtschaft und Politik über die drängendsten Probleme der Welt diskutieren. Es würde ihnen gut stehen, sich für die Überlebenden von Bhopal einzusetzen - denn für diese dauert die Katastrophe seit über 20 Jahren an.

Mehr zum Thema

Pärchen, auf der Handfläche die Welt als Herz

Über die Verhältnisse

  • 04.05.2022

Deutschland hat seine Ressourcen für dieses Jahr verbraucht. Für alles, was ab jetzt konsumiert wird, zahlen kommende Generationen und andere Länder die Zeche.

mehr erfahren
Fast Fashion Research in Kenya

Ostafrikas Textilmüllproblem

  • 22.04.2022

Altkleiderspenden sind nicht immer wohltätig: Wie der Export von Secondhand-Textilien ostafrikanische Länder mit Textilabfällen überschwemmt.

mehr erfahren
Greenpeace Smartphone Repair Cafe in Hamburg

Ressourcensparen am Weltrecyclingtag

  • 18.03.2022

Macht es einen Unterschied, ob ich ein Mobiltelefon ein Jahr länger nutze? Ja: Ressourcensparen schützt die Umwelt – und macht uns unabhängiger von Autokratien.

mehr erfahren
Plastic Pollution in Capraia Island

Auf dem Weg zu einem globalen Plastik-Vertrag

  • 07.03.2022

Die Umweltversammlung der Vereinten Nationen hat offiziell den Weg für ein globales Plastikabkommen geebnet. Konsequent umgesetzt könnte es die weltweite Plastikflut stoppen.

mehr erfahren
Greenpeace Smartphone Repair Cafe in Hamburg

Das Recht auf Reparatur

  • 16.02.2022

Ein breites Bündnis von Umweltschutzorganisationen fordert: Die Bundesregierung muss Bedingungen für Reparatur in Deutschland verbessern. Das hat sie sich so in den Koalitionsvertrag geschrieben.

mehr erfahren
Impressions Make Something (Smthng) Week Berlin - Visitors, Makers and Workshops - 2nd Day

Klimageschenk

  • 09.12.2021

Dieses Weihnachten klimagerecht schenken.

mehr erfahren