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Schon seit Jahren läuft die Auseinandersetzung zwischen Chemie-Lobby und einem breitem Bündnis von Umweltverbänden, Ärzten, Gewerkschaften und Wissenschaftlern. Es geht darum, ob gefährliche Chemikalien grundsätzlich ersetzt werden sollen.

Erfreulicherweise setzten einzelne Unternehmen wie Adidas, Lego, Mango, Nokia, Dell und Ikea freiwillig auf sichere Alternativen. H&M beispielsweise arbeitet seit 1995 mit umweltfreundlichen Stoffen. So werden Organozinnverbindungen, bromierte Flammschutzmittel, Phthalate oder PVC mittlerweile nicht mehr verwendet.

Mathias Geduhn, Leiter der H&M-Pressestelle, erklärt dazu: Reach wird es uns erleichtern, bedenkliche Chemikalien in unseren Produkten zu vermeiden und so unserer Verantwortung Kunden, Mitarbeitern und der Umwelt gegenüber bestmöglich gerecht zu werden. Die Hersteller chemischer Substanzen werden bessere Informationen und bessere Produkte zur Verfügung stellen müssen.

Greenpeace geht mit seinen Forderungen weiter: Die Bundesregierung soll ihre Blockadehaltung zu Reach aufgeben. Die deutsche Regierung will derzeit Chemikalien, die Krebs erregen, das Erbgut schädigen oder die Fortpflanzung stören können, weiter verwenden lassen, wenn eine Wirkungsschwelle bestimmt werden kann. Dies soll auch dann gelten, wenn es bereits Alternativen gibt. Auch für Chemikalien, die die Entwicklung von Embryonen schädigen können, wird keine Ausnahme gemacht.

Dennoch, freiwillige Verpflichtungen reichen nicht aus, um Umwelt und Gesundheit vor gefährlichen Chemikalien zu schützen. Entgegen der verbreiteten Befürchtung, bedeuten die Alternativen keinen Kompromiss auf Kosten von Mode oder Qualität.

Statt den Märchen von Arbeitsplatzverlusten und Markteinbrüchen durch Reach zu glauben, sollten sich europäische Entscheidungsträger mit innovativen Unternehmen treffen, sagt Corinna Hölzel, Reach-Sprecherin von Greenpeace. Diese Unternehmen profitieren genauso von einem starken Reach wie die 450 Millionen Verbraucherinnen und Verbraucher in Europa.

(Autorin: Sanja Schlösser)

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