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e-waste in China
Natalie Behring / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Mit einer Pressekonferenz, per Blog und Videos wird Greenpeace direkt von der weltgrößten Computermesse berichten und die Problematik des Elektroschrotts in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken.

Nach Schätzungen der UN werden weltweit jährlich 20 bis 50 Millionen Tonnen Elektroschrott produziert, das entspricht mehr als fünf Prozent der festen Abfallstoffe. Europaweit werden pro Jahr etwa 8,7 Millionen Tonnen alter Elektronikgeräte ausrangiert.

Der größte Teil des Elektroschrotts (E-Waste) wird jedoch nicht recycelt, sondern verschwindet einfach. Das zeigt der Report Toxic Tech: Not in our Backyards, der in der vergangenen Woche von Greenpeace International veröffentlicht wurde.

In der EU werden beispielsweise nur etwa 25 Prozent des Elektroschrotts gesondert gesammelt und entsorgt. Die restlichen 75 Prozent gehören zum hidden flow, dem versteckten Strom des Elektrokschrotts. Niemand weiß, was mit ihm geschieht, ob er gelagert, mit gewöhnlichem Müll zusammen entsorgt oder ins Ausland exportiert wird.

Besonders in Schwellenländern wie Indien und China läuft der Recyclingprozess größtenteils informell ab. Mit der Folge, dass dort lediglich ein Prozent des Elektroschrotts fachgerecht entsorgt wird. Der Rest verschwindet. Greenpeace nimmt an, dass die alten PCs oder Handys in Schwellenländern zumeist in einer primitiven Form des Recyclings auseinander genommen werden, um Rohmaterialien wiederverwerten zu können. Dabei kommen die Arbeiter unweigerlich mit den giftigen Chemikalien in den Geräten in Kontakt.

Wir können nicht mit Sicherheit sagen, was mit dem E-Waste passiert, wenn er erstmal aus dem normalen Recyclingsystem verschwunden ist, erklärt Martin Hojsik, Chemie-Kampagner bei Greenpeace International. Deswegen ist es so wichtig, dass die Hersteller ihre Rücknahme verbessern und vor allem die schädlichen Substanzen aus ihren Produkten entfernen.

Die Greenpeace-Kampagne Eliminate Toxic Chemicals kämpft dafür, dass Firmen ihre Technik ohne gefährliche Chemikalien produzieren, und sie nach Ablauf ihrer Lebensdauer wieder zurücknehmen und verantwortungsvoll recyceln.

Auf der CeBIT wird Greenpeace International in Halle 19, Stand G55, über diese Kampagne informieren und die Ergebnisse verschiedener Berichte vorstellen. Darüber hinaus begibt sich Frida Thurn auf die Suche nach Grüner Elektronik und wird über ihre Erfahrungen und das Geschehen vor Ort in einem Blog berichten.

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