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Bislang hat die chemische Industrie zu verhindern gewusst, dass diese Klimakiller durch weniger gefährliche Substanzen ersetzt werden, sagt Mahi Sideridou, Chemie-Expertin bei Greenpeace. Die heutige Entscheidung ist ein großer Sieg im Kampf gegen den Klimawandel. Und zugleich eine Bestätigung für die fortschrittlichen Länder und Firmen, die bereits auf klimafreundliche Alternativen ausgewichen sind.

Das Komitee schreibt den Ausstieg aus der Verwendung der besonders wirksamen Treibhausgase vor. Diese auch im Kyoto-Protokoll aufgeführten Industriegase müssen ersetzt werden. Betroffen davon sind fluorierte Kohlenwasserstoffe in privaten und geschäftlichen Kühlanlagen, in Klimaanlagen, in Isolierschäumen und in Aerosolen. Für diese Verwendungszwecke gibt es längst klimafreundlichere Ersatzstoffe.

Der Effekt des Komitee-Entwurfes dürfte beachtlich sein: Viele der Fluorkohlenwasserstoffe sind tausendmal so klimaschädlich wie Kohlendioxid. Auch der Einsatz des Treibhausgases Schwefelhexafluorid (SF6) soll bis 2008 eingestellt werden. SF6 ist fast 24.000-mal so wirksam wie Kohlendioxid.

Einzig bei Klimaanlagen in Autos hat das Komitee halbherzig entschieden. Hier dürfen die hochwirksamen Treibhausgase noch bis 2017 verwendet werden. Schade, denn allein in diesem Sektor entweichen jährlich Gase mit einem Treibhauspotenzial von rund 40 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2). Das entspricht der Menge CO2, die Portugal 1990 durch fossile Verbrennung erzeugt hat.

Vogel über Müllberg

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