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Ohne Steine lässt sich wenig ausrichten: Greenpeace hatte für den Steinetransport ein Arbeitsschiff gechartert. Eine Untersagungsverfügung der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord in Kiel sorgt nun dafür, dass diese auch dort bleiben müssen.

Die Politik schiebt die Aufgabe an die Behörden und drückt sich davor, etwas für einen richtigen Meeresschutz zu tun, sagt Iris Menn, Meeresexpertin bei Greenpeace.

Das Sylter Außenriff wird durch den Abbau von Sand und Kies und der Fischerei mit Grundschleppnetzen stark belastet. Dabei ist das Riff von der Bundesregierung als Schutzgebiet ausgewiesen.

Es ist ein Skandal, dass erneut ausgerechnet diejenigen verschont werden, die das Meer zerstören, und diejenigen aufgehalten werden, die es schützen wollen, findet Menn.

Bisher hat Greenpeace 322 Steine auf dem Meeresboden des Außenriffs versenkt. Selbst das Bundesamt für Naturschutz bestätigte, dass das Ökosystem dadurch nicht ins Wanken gerät.

So konnten Greenpeace-Aktivisten während eines Tauchgangs beobachten, dass bereits einige Krebse mit der Besiedlung der Steine beginnen. Umweltminister Sigmar Gabriel muss endlich einen echten Schutz für die von Deutschland ausgewiesenen Schutzgebiete umsetzen, fordert Menn.

Uneinheitliche Struktuten im Meeresschutz erschweren den Prozess: Sigmar Gabriel (SPD) muss sich sowohl mit Landwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) als auch mit Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Werner Marnette zusammensetzen, da beide für Fischerei und Kiesabbau zuständig sind.

Die noch an Bord des Schiffes geladenen Steine sollen nun nach Papenburg in Ostfriesland geliefert werden, um sie dort zu lagern.

 

Hier ein Video zum Thema Schutzgebiete und Grundschleppnetzfischerei.

 

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