Skip to main content
Jetzt spenden
Tuna banner
©Greenpeace/Gavin Newman

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Die große Freude, die die Fischindustrie angesichts eines stetig wachsenden Pro-Kopf-Verbrauch empfindet, könnte noch in dieser Generation in tiefe Trauer umschlagen, warnt Stefanie Werner, Meeresbiologin von Greenpeace. Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO sind 76 Prozent der wirtschaftlich wichtigsten Fischbestände entweder komplett ausgebeutet, bereits überfischt oder sogar schon gänzlich erschöpft. Neueste wissenschaftliche Auswertungen sehen den Kollaps der meisten Fischereien bis zum Jahr 2048.

Die Überfischung hat schon 90 Prozent der großen Raubfische aus den Meeren verschwinden lassen. Diese Arten sind gleichzeitig unsere Lieblingsspeisefische, wie Tun- oder Schwertfisch, erklärt Stefanie Werner. In jüngster Zeit häufen sich Meldungen von Quallenplagen. Grund: Es sind nicht mehr genug Fische da, um die Nesseltiere zu reduzieren. Im Gegenteil, die Quallen, die nun in der Überzahl sind, dezimieren den Fischlaich, so dass sich die Bestände nicht erholen können.

Die größte Gefahr, die den Meeren in Zukunft droht, ist der Klimawandel. Dem haben sie inzwischen nur noch wenig entgegenzusetzen. Fischindustrie, Produktion und Handel müssen sich ihrer Verantwortung gegenüber dem Lebensraum Meer bewusst werden, fordert Stefanie Werner. Fisch darf nur aus nachhaltig bewirtschafteten Quellen kommen. Deshalb fordert Greenpeace die Supermärkte und Discounter auf, eine nachhaltige und transparente Fischeinkaufspolitik zu entwickeln, damit der Verbraucher guten Gewissens Fisch und andere Meeresfrüchte einkaufen kann.

Mehr zum Thema

Blauhai im Wasser

Haie kämpfen ums Überleben

  • 22.09.2022

Beim Schwertfischfang wird vier Mal mehr Hai gefangen als Schwertfisch. Das deckt ein neuer Greenpeace-Report auf. Er zeigt: Unsere Meere brauchen einen globalen Schutzvertrag

mehr erfahren
Protest against Shell's Seismic Blasting Plans in South Africa

Ölerkundung vor Südafrika rechtswidrig

  • 02.09.2022

Erfolg für den Meeresschutz: Shell darf vor der afrikanischen Wild Coast keine Schall-Untersuchungen durchführen.

mehr erfahren
Family Day in Hamburg

Familientag in Hamburg

  • 01.09.2022

Am 27. August trafen der Hamburger Familientag und der Tiefsee-Aktionstag aufeinander.

mehr erfahren
Baitball on Ningaloo Reef

Höchste Zeit für Hochseeschutz

  • 26.08.2022

Nur ein Hundertstel der Hohen See ist geschützt. Die UN verlangt mehr Meeresschutz und erarbeitet darum ein internationales Abkommen. Doch dessen Abschluss vertagt sich immer wieder.

mehr erfahren
"No Deep Sea Mining" – Action in Rotterdam

Tiefsee-Arten vom Aussterben bedroht

  • 12.05.2022

Die Artenvielfalt in der Tiefsee ist bedroht – doch statt sie stärker zu stützen, soll bald in der Tiefe Bergbau betrieben werden. Dagegen protestiert Greenpeace in Rotterdam.

mehr erfahren
Eine stattliche Tristan Languste auf einem der Hänge des Tiefseebergs Vema, der mit Algen, Weichkorallen, Hydroiden, Bryozoen (Moostieren) und bunten Schwämmen bedeckt ist.

Tiefseeberg Vema: Artenvielfalt im Atlantik

  • 21.04.2022

Das Greenpeace-Aktionsschiff Arctic Sunrise hat bei einer Expedition zum Tiefseeberg Vema große Artenvielfalt und überraschende Forschungsergebnisse entdeckt.

mehr erfahren