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Nordseestrand mit Dünen, Juni 1999
Dorreboom / Greenpeace

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Tatsächlich wird das Wasser in Nord- und Ostsee laut BSH seit Jahren immer wärmer. Selbst der weitgehend kühle und verregnete Juni brachte keine nennenswerte Abkühlung. Das bestätigen die aktuellen Daten: Mit einer Durchschnittstemperatur von 12,8 Grad Celsius lagen die Temperaturen der Nordseeoberfläche um 0,8 Grad über dem langjährigen Mittel für diesen Monat, heißt es in einer Pressemitteilung des Instituts.

Der Trend zeigt sich nicht nur beim Oberflächenwasser. Auch die Wassertemperaturen in Bodennähe liegen im Schnitt um zwei Grad Celsius über dem langjährigen Mittelwert, in der westlichen Ostsee sogar um vier Grad darüber.

Auf Flora und Fauna hat die Veränderung erhebliche Auswirkungen. Das Leben im Meer ist an bestimmte Temperaturspannen angepasst. Zudem ist wärmeres Wasser sauerstoffärmer als kühleres. Dies wirkt sich auf die Fischbestände aus. Sie wandern nordwärts in kältere Meeresregionen ab. Andere Arten ziehen zu. Die Rippenqualle zum Beispiel wanderte von der Ostküste Nordamerikas in die Ostsee, wo sie mittlerweile eine Gefahr für den Dorschnachwuchs darstellt. Rippenquallen ernähren sich von Fischeiern.

Wenn wir die Ursachen des Klimawandels nicht endlich konsequent und umfassend bekämpfen, werden sich die Ökosysteme der Nord- und Ostsee grundlegend verändern, sagt Greenpeace-Experte Jörg Feddern. Über das tatsächliche Ausmaß könne nur spekuliert werden.

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