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Kommerzieller Walfang ist die sinnlose Verschwendung geschützten Lebens, für die es heute weder eine ökonomische noch eine wissenschaftliche Rechtfertigung gibt, sagt Stefanie Werner, Walexpertin bei Greenpeace. Der erste getötete, rund 20 Meter lange Finnwal gehört zu einer bedrohten Art. Daher ist die Behauptung völlig lächerlich, kommerzieller Walfang sei nachhaltig. Zudem verfügt Island - ebenso wie die beiden anderen Walfangnationen Norwegen und Japan - über keine internationale und kaum eine nationale Nachfrage für ihr Walfleisch.

Werner kritisiert: Der isländische Walfang ist nichts als überflüssiges Gehabe, das gefährdete Arten weiter in die Ausrottung treibt und allen internationalen Schutzbemühungen zuwider läuft. Nun ist es Aufgabe der internationalen Staatengemeinschaft, Island scharf zu verurteilen und dafür Sorge zu tragen, dass das Thema Walschutz auf politischer Ebene Vorrang erhält.

Die EU-Kommission forderte Island bereits letzte Woche auf, die geplante Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs zu überdenken. Wale seien Teil des fragilen biologischen Gleichgewichts der Meere. Durch die Jagd auf die Meeressäuger werde das Gleichgewicht empfindlich gestört. Die Walfangnationen Norwegen und Japan haben die Entscheidung Islands für den kommerziellen Walfang begrüßt.

Ein Moratorium der Internationalen Walfangkommission (IWC) aus dem Jahr 1986 verbietet die kommerzielle Jagd, erlaubt aber Walfang für die Wissenschaft. Island unter Vorbehalten der IWC beigetreten und sieht sich daher - wie auch Norwegen - nicht an das Walfangverbot gebunden. Finnwale stehen auf der Roten Liste des Weltnaturschutzdachverbandes IUCN.

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