Skip to main content
Jetzt spenden
 Einkaufskorb gefüllt mit Tiefkühlfisch Produkten aus dem Supermarkt. Dezember 2007
© Sabine Moeller / Greenpeace

Einkaufspolitik - Was heißt das?

Zur Einkaufspolitik eines Handelsunternehmens gehören zum Beispiel die Einkaufsstrategien und die Vermarktung einzelner Produkte. Zudem werden Ziele und zukünftiges Vorgehen im Rahmen des Einkaufs beschrieben.

Ist die Einkaufspolitik eines Lebensmittelunternehmens öffentlich zugänglich, so liefert das dem Verbraucher die nötige Transparenz. Der Kunde kann sich über Leitlinien und Grundsätze des Unternehmens zu konkreten Themen, zum Beispiel Nachhaltigkeit für Fischprodukte, informieren. Auf dieser Basis kann er fundierte Kaufentscheidungen treffen.

Greenpeace fordert von den Unternehmen eine transparente und nachhaltige Einkaufspolitik für Fisch und andere Meeresfrüchte. Sie sollte folgende Themenbereiche enthalten:

  • Ziele & Geltungsbereich
  • Sortimentsgestaltung - Wildfang & Aquakultur
  • Rückverfolgbarkeit der Fischprodukte
  • Kennzeichung der Produkte
  • Sozialstandards
  • Transparenz, Information, Marketing
  • Verantwortlichkeiten

Als erster praktischer Ansatz zur Umsetzung einer solchen Einkaufspolitik gelten folgende Prinzipien:

  1. die schlechtesten Produkte entfernen
  2. die besten Produkte fördern
  3. das Restsortiment verbessern

Notwendige flankierende Maßnahmen sind:

  • klare Vereinbarungen mit den Lieferanten
  • Zusammenarbeit mit Stakeholdern (Politik, Industrie, NGOs, Wissenschaft), um nachhaltige Fischereien aktiv zu fördern
  • Mitarbeiterschulungen
  • regelmäßige Überprüfung der Umsetzung

Ist die Einkaufspolitik öffentlich zugänglich, gibt das dem Verbraucher Vertrauen in das Unternehmen. Es zeigt damit, dass es offen und verantwortungsvoll mit der Thematik umgeht und bereit ist, an den eigenen Worten gemessen zu werden. Unsaubere Akteure haben es schwer.

Auch das Unternehmen zieht Vorteile aus dieser Transparenz: Es hat die Chance, dem Kunden seine Ziele, eine klare Strategie und die gemachten Fortschritte aufzuzeigen.

Nachhaltige Einkaufspolitik für Fisch und andere Meeresfrüchte muss fest in die Unternehmenspolitik integriert sein. Das ist die Basis für eine dauerhafte und zuverlässige Beschaffung nachhaltiger Produkte.

Mehr zum Thema

Zwei Zügelpinguine in der Antarktis

Naturparadies Antarktis

  • 07.01.2022

Die Antarktis ist ein extremer Lebensraum mit einzigartiger Flora und Fauna. Greenpeace untersucht auf einer neuen Expedition die Folgen der Klimakrise und schützenswerte Lebewesen am Meeresgrund.

mehr erfahren
"No Deep Sea Mining" – Greenpeace-Aktion in Rotterdam

Tiefsee-Arten vom Aussterben bedroht

  • 10.12.2021

Die Artenvielfalt in der Tiefsee ist bedroht – doch statt sie stärker zu stützen, soll bald in der Tiefe Bergbau betrieben werden. Dagegen protestiert Greenpeace in Rotterdam.

mehr erfahren
Adeliepinguine in der Antarktis

Hängepartie fürs ewige Eis

  • 29.10.2021

Die Antarktis-Kommission CCAMLR versagt wieder beim Antarktis-Schutz.

mehr erfahren
"Prestige" oil spill

Verschmutzung

  • 06.10.2021

Die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 auf etwa zwölf Milliarden Menschen ansteigen. Damit Landwirtschaft und Industrie sie ausreichend versorgen können, wird sich der Druck auf Küstengebiete erhöhen.

mehr erfahren

Kein Goldrausch im Ozean!

  • 16.05.2021

Erste Pilotversuche zum Abbau von Manganknollen im Ozean sind abgeschlossen. Doch Tiefseebergbau ist eine massive Bedrohung für unsere Ozeane.

mehr erfahren
Schwarzer Raucher im Pazifik

Tiefsee in Gefahr

  • 14.05.2021

In den Tiefen der Ozeane verbirgt sich ein einzigartiger Lebensraum, den wir gerade erst zu verstehen beginnen. Doch westliche Firmen drängen auf die Ausbeutung dortiger Rohstoffe.

mehr erfahren