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Der Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter weist allerdings auf Folgendes hin: Hochwasser hat häufig mehrere Ursachen. Neben der Versiegelung der Landschaft und der Kanalisation der Bäche und Flüsse führt auch eine schlechte Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen zu einem starken Oberflächenabfluß. Somit trifft auch die intensive konventionelle Landwirtschaft eine Mitschuld an den häufigen Hochwasserkatastrophen der vergangenen Jahre. Das Befahren von Ackerflächen mit Erntemaschinen, die teilweise das Gewicht von Panzern haben, hat die Wasseraufnahmefähigkeit der Böden erheblich beeinträchtigt.

Hier bietet der Ökolandbau eine Lösung, weil er die Bodenfruchtbarkeit erhöht. Denn in einem gut durchwurzelten Ökoboden leben bis zu 600 Regenwürmer je Quadratmeter, die ein riesiges Röhrensystem im Boden graben und so die Wasseraufnahmefähigkeit auf bis zu 150 Liter je Stunde steigern, erklärt Hofstetter. Zum Vergleich: der durchschnittliche Regenwurmbesatz liegt auf konventionellen Flächen bei nur 10-20 Regenwürmern, die Wasseraufnahmefähigkeit ist dort deutlich geringer.

Hofstetter fordert daher von der Politik als Präventivmaßnahme gegenÜberschwemmungen: Förderung einer ökologischen bodenschützenden Landwirtschaft, die Unterstützung von Fruchtfolgen, wodurch die Bodenfruchtbarkeit verbessert wird und das Verbot von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten mit einem Gewicht von mehr als fünf Tonnen pro Achse.

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