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Maria Feck / Greenpeace

Erster Baumarkt nimmt gefährliche Pestizide aus dem Sortiment

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Greenpeace-Aktivist:innen protestieren in fünfzig deutschen Städten bei den drei großen Baumarktketten Obi, Praktiker und toom gegen den Verkauf von Insektenvernichtungsmitteln. Denn diese sind lebensgefährlich für Bienen.

Während die drei Baumärkte die Gefahr ignorieren, hat Bauhaus bereits reagiert: Bereits ab September will das Unternehmen einige der Pestizide nicht mehr verkaufen. Die Aktivist:innen bauen vor den Baumarkt-Filialen einen Tatort um tote Bienen auf: Sie sprühen Bilder lebloser Bienen auf den Asphalt und markieren den Tatort mit Kreide. „Pestizide töten Bienen!“ ist daneben zu lesen. „Wer Bienenkiller verkauft, ist mitverantwortlich für das Bienensterben. Wir fordern die Baumärkte auf, Pestizide sofort aus den Regalen zu nehmen“, sagt Christiane Huxdorff, Landwirtschaftsexpertin bei Greenpeace.

Das Unternehmen Bauhaus hat zugesagt, ab September keine Produkte mehr zu verkaufen, in denen die drei Neonicotinoide Imidiacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam, sowie die Wirkstoffe Deltamethrin und Chlorpyrifos enthalten sind. „Mit diesem ersten Schritt zeigt Bauhaus, dass sie Pestizide aus den Regalen verbannen können. Jetzt müssen Obi, Praktiker und toom nachziehen“, sagt Huxdorff.

Viele der verkauften Pestizide zur Bekämpfung von Insekten und Beikräutern sind eindeutig als gefährlich für Bienen eingestuft, wie zum Beispiel die Mittel Lizetan von Bayer oder Axoris von Compo. Pestizide stören den Orientierungssinn und das Gedächtnis der Bienen, sie finden keine Nahrung und nicht zurück in den Bienenstock. Dies kann zum Kollaps ganzer Bienenvölker führen. Dabei gibt es natürliche Alternativen zu Pestiziden: Läuse etwa können mit Brennesseljauche behandelt werden, Schnecken mögen keinen Lavendel.

Ein Drittel der Bienenvölker stirbt pro Jahr

Vor dem Hintergrund des weltweiten Bienensterbens ist ein sofortiger Verkaufsstopp dieser Insektenvernichtungsmittel dringend erforderlich. In den letzten Jahren starben allein in Deutschland pro Jahr etwa ein Drittel der Bienenvölker. Etwa dreißig Prozent unserer Nahrungsmittel hängt von der Bestäubung ab. Der starke Einsatz von Pestiziden in der industriellen Landwirtschaft ist neben Faktoren wie Klimawandel, Parasiten und Krankheiten ein wichtiger Grund für das Bienensterben – und am leichtesten zu beheben.

Greenpeace identifiziert in dem kürzlich veröffentlichten Bienen-Report sieben für Bienen gefährliche Pestizide, die sofort verboten werden sollen. Drei der Wirkstoffe –Imidiacloprid und Clothianidin von Bayer und Thiamethoxam von Syngenta – hat die EU ab dem 1. Dezember 2013 verboten. Im Ausland verzichten Gartencenter und Baumärkte – wie Homebase in Großbritannien, Migros in der Schweiz sowie Bellaflora in Österreich – auf den Verkauf einiger oder sogar aller für Bienen gefährlicher Produkte.

  • Greenpeace-Aktivisten protestieren in fünfzig deutschen Städten bei den drei großen Baumarktketten Obi, Praktiker und toom gegen den Verkauf von Insektenvernichtungsmitteln.

    Protest gegen Pestizide vor Baumarkt

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Report: Bye, bye Biene

Report: Bye, bye Biene

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