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Obstwiese mit Bienenstock
Silke Wernet / Greenpeace

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„Das beschlossene Verbot ist ein weiterer dringend notwendiger Schritt in Richtung Bienenschutz. Pestizide, die Bienen gefährden, müssen umgehend und langfristig aus der Landwirtschaft verbannt werden. Fast alle Entscheidungsträger in der EU haben dies offensichtlich verstanden. Jetzt muss die EU auch die drei weiteren Pestizide, die Greenpeace als gefährlich für Bienen eingestuft hat, verbieten. Agrarministerin Ilse Aigner muss jetzt auch die Sonderzulassungen für Kartoffeln endlich stoppen“, sagt Christiane Huxdorff, Landwirtschaftsexpertin von Greenpeace.

Im Mai hatte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in einem Bericht eine „hohe akute Gefahr“ des vom Chemiekonzerns BASF produzierten Pestizids Fipronil für Bienen bestätigt, wenn dieses zur Saatgutbehandlung von Mais eingesetzt wird. Außerdem sieht die EFSA große Informationslücken in den wissenschaftlichen Studien, die weitergehende Risikoabschätzungen verhindert haben. Die Auswirkungen für andere Bestäuber sowie potenzielle Gefahren durch Anreicherung im Boden oder bei Nicht-Zielpflanzen blieben unberücksichtigt.

Vier von sieben Pestiziden verboten

Drei weitere für Bienen gefährliche Pestizide, sogenannte Neonicotinoide, hatte die EU-Kommission bereits im April teilweise verboten. Die drei Wirkstoffe Imidiacloprid und Clothianidin von Bayer und Thiamethoxam von Syngenta sollen beim Anbau von Mais, Sonnenblumen, Raps und Baumwolle zunächst für zwei Jahre vom Markt genommen werden. Bereits geringe Mengen dieser Pestizide verursachen neurologische und physiologische Schäden bei den Bienen und beeinträchtigen ihre Navigation und Futtersuche. Greenpeace identifiziert im kürzlich veröffentlichten Report "Bye bye Biene? Das Bienensterben und die Risiken für die Landwirtschaft in Europa" aber noch vier weitere schädliche Pestizide, die verboten gehören, darunter das nun verbotene Pestizid Fipronil. Trotz der Gefährlichkeit des Pestizids erhielt Fipronil in Deutschland in den vergangenen Jahren immer wieder eine Sonderzulassung für den Einsatz im Kartoffelanbau.

„Schritt für Schritt müssen nun auch alle anderen bienengefährlichen Pestizide von unseren Feldern verbannt werden. Außerdem brauchen wir endlich einen Wandel hin zu einer nachhaltigen und ökologisch verträglichen Landwirtschaft“, so Huxdorff.

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