Greenpeace-Schiff auf Plastik-Tour durch Europa

Die Beluga II

Im März war das Greenpeace-Schiff Beluga II in ganz Europa unterwegs, um Besucher zu informieren: Was stellt Plastikmüll mit unseren Meeren an? An Bord: ein echtes Monster.
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Das Greenpeace-Aktionsschiff Beluga II war im Frühjahr auf Plastik-Tour durch Europa, mit Stationen in den Niederlanden, Frankreich, Deutschland und der Schweiz. An diesen Tagen drehte sich an den Anlegestellen und im Schiff alles um das Thema Plastik in unseren Gewässern.

Zu sehen war neben einer Ausstellung zum Thema auch ein waschechtes Ungeheuer. Dieses Monster besteht aus Müll, den Greenpeace-Aktivisten auf den Philippinen an den Stränden unbewohnter Inseln gesammelt haben. Der Großteil des Plastikmülls besteht aus Einwegverpackungen von Firmen wie Unilever, Nestlé und Procter & Gamble. Am 16. April übergaben Greenpeace-Aktivisten das Ungetüm als Mahnung an die Geschäftsleitung von Nestlé am Hauptsitz in Vevey in der Schweiz.

Plastik ist ein Problem, das zusehends wächst: Die wenigen Recyclingsysteme weltweit können nur rund zehn Prozent der weggeworfenen Einwegverpackungen wiederverwerten. In Deutschland wird weniger als die Hälfte des verwendeten Plastiks recycelt. Greenpeace fordert deshalb von den Firmen, auf Einwegplastik zu verzichten und wirksame Konzepte zur Müllvermeidung vorzuschlagen.

Ausstellungs- und Schiffsführungen

An Open-Boat-Tagen finden Führungen in der Regel vormittags und nachmittags in Kleingruppen statt. Besucherinnen und Besucher erwartet neben der aktuellen Ausstellung zum Thema Plastik außerdem eine kleine Tour über das Segelschiff vom Typ Klipperaak mit vielen Anekdoten zum Alltag an Bord und zu den Einsätzen als Aktions- und Expeditionsschiff. Der Eintritt ist, wie bei allen Greenpeace-Veranstaltungen üblich, frei.

Mehr Infos über die Beluga II selbst finden Sie in diesem Artikel.

Wir sagen Danke!

Die Beluga-Tour wurde von der „Deutschen Postcode Lotterie“ mit 60.000 Euro unterstützt. Das freut uns sehr, denn diese Unterstützung hilft Greenpeace, das Ausmaß der Plastikbelastung in unseren Flüssen und Meeren zu erforschen – und diese Ergebnisse zu veröffentlichen und weiter Druck für eine Lösung zu machen. Viele Besucher der Beluga haben wir so bereits über die Plastikverschmutzung in unseren Gewässern informieren und für den Schutz der Meere gewinnen können.

Die „Deutsche Postcode Lotterie“ ist eine gemeinnützige GmbH. Überall auf der Welt unterstützen Postcode Lotterien gemeinnützige Organisationen mit Fördergeldern. Die Postcode Lotterie unterstützt die Arbeit von Greenpeace seit vielen Jahren auch in den Niederlanden und Schweden.

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