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Sojahersteller soll illegale Anlage räumen

Regenwald abfackeln, um illegal Fabrikanlagen am Ufer des Amazonas zu bauen. Das hat der US-Sojahersteller Cargill zu verantworten. Nun hat die brasilianische Staatsanwaltschaft angekündigt, Strafanzeige gegen Cargill einzureichen - Forderung: Cargill soll die Anlagen räumen. Denn ein Umweltgutachten ist nicht erstellt, eine Baugenehmigung nie erteilt worden.

Anstatt sich an die brasilianischen Gesetze zu halten, versuchte Cargill, die Vorgaben vor Gericht anzufechten. Nach vier Jahren Gerichtsverhandlungen entschied der Oberste Gerichtshof Ende November 2003 einstimmig gegen Cargill. In der Zwischenzeit allerdings hatte Cargill am größten Strand der Stadt Santarem im Bundesstaat Pará ungenehmigt Anlagen errichtet. Dazu sind 25 Familien umgesiedelt worden.

Anfang Dezember hat Greenpeace riesige gerodete Gebiete in der Nähe Santarems gefunden, von denen einige noch immer brennen. Sie alle sind für Soja-Plantagen gerodet worden. Die Luftaufnahmen hat Greenpeace an die Staatsanwaltschaft übergeben, um zu bestätigen, dass noch immer Firmen den Regenwald brandroden.

In Amazonien herrscht ein wachsender und sehr gefährlicher Trend: Ein Geklüngel von illegalen Holzfällern, Viehbauern und Sojaproduzenten legen sich auf größtmöglichen, aber kurzfristigen Profit fest, auf Kosten Amazoniens, beklagt Paulo Adario von Greenpeace Amazonien. Die Regierung muss sich entscheiden: Abholzung eindämmen, nachhaltige Alternativen unterstützen und fördern und das Umweltministerium stärken oder unermessliche Gebiete Amazoniens an räuberische Ausbeutung verlieren.

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