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Schaufelrad gegen Tagebau

Mit einem fünf Meter hohen, luftgefüllten Schaufelrad protestieren Greenpeace-Aktivisten vor der Parteizentrale der Linken gegen den geplanten Braunkohletagebau Welzow-Süd II und starten am Samstag eine zwölfwöchige Tour durch drei Länder gegen die Braunkohle.

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Update - Heute 31. Mai: 

Mit dem riesigen Schaufelrad werden die Umweltschützer ab dem 31. Mai ab 12 Uhr auf das Tempelhofer Feld, Eingang Oderstraße, ziehen. Dies ist der Auftakt einer zwölfwöchigen Tour durch Deutschland, Tschechien und Polen. Auf dem Tourplan stehen mehr als 20 deutsche Städte, unter anderem München, Köln und Leipzig. Vor Ort können Besucher ihre Stimme gegen die Braunkohle abgeben. „Mit der Braunkohle wird Deutschland seine Klimaziele verfehlen. Energiepolitisch ist sie künftig unnötig, die Erneuerbaren Energien werden den Bedarf schon bald abdecken“, sagt Julia Albrecht, Sprecherin der Greenpeace-Gruppe Berlin. „Deshalb muss die Bundesregierung jetzt den Kohleausstieg vorbereiten. Nur so kann der Klimawandel verlangsamt werden.“Am 3. Juni soll die Entscheidung fallen: Dann will das rot-rote Kabinett in Brandenburg den Tagebau Welzow-Süd II trotz zahlreicher Proteste von Anwohnern und Umweltschützern genehmigen. Für den geplanten Tagebau müssten 800 Menschen in der Lausitz ihre Heimat verlassen und in Brandenburg würde auf Jahrzehnte hinaus klimaschädlich Kohle verstromt werden.

Die Linke: 100 % unglaubwürdig

Um das zu verhindern und die Linke an ihr Wahlversprechen, den Ausstieg aus der Braunkohle, zu erinnern, campieren Greenpeace-Aktivisten seit Montag im Hof der Linken-Parteizentrale.  Am Dienstag gab es eine erste Gesprächsrunde zwischen Greenpeace-Vertretern und der Parteiführung der Linken. In diesem Gespräch schaffte es die Linke aber nicht, klar Stellung zum geplanten Tagebau zu beziehen.

„Die Zeit drängt. Die Linke ist in Brandenburg gerade dabei, ihre eigene Partei und den Umweltschutz zu verraten“, sagt Karsten Smid, Energieexperte von Greenpeace. „Katja Kipping und der Parteivorstand sind aufgerufen, den Widerspruch in der Energiepolitik ihrer Partei zu klären. Sonst bleibt die Linke zu 100 Prozent unglaubwürdig.“

Am kommenden Montag findet ein zweiter Runder Tisch zwischen den Linken, Greenpeace und Betroffenen aus der Lausitz statt. Dann soll der Vorschlag der Bundeslinken diskutiert werden, die Entscheidung über Welzow-Süd II bis mindestens nach der Wahl in Brandenburg im September zu verschieben.

Wind und Sonne können Braunkohle ersetzen

Ein Gutachten im Auftrag des Brandenburger Umweltministeriums bestätigt, dass der weitere Tagebau für Deutschlands Energieversorgung nicht gebraucht wird. Auch in Schweden wird die Kritik am schmutzigen Braunkohlegeschäft lauter. Es gibt deutliche Hinweise, dass sich Vattenfall aus dem Braunkohlegeschäft in Deutschland zurückziehen will. Der Konzern hat bereits angekündigt, 1500 Stellen streichen zu wollen. 

Im Erdreich unter den Dörfern der deutsch-polnischen Lausitz lagern drei Milliarden Tonnen Braunkohle. Seit Jahrzehnten fräsen sich gigantische Schaufelräder durch das Land, um diese Kohle abzubaggern. Die Regierungen von Sachsen, Brandenburg und Polen planen dort weitere riesige Kohlegruben. Sauberer und umweltfreundlicher Solar- und Windstrom ersetzt jedoch immer mehr die Kohle- und Atomkraft. Greenpeace fordert einen Ausstieg aus der Braunkohle bis zum Jahr 2030.

„Mit der Braunkohle wird Deutschland seine Klimaziele verfehlen, dabei können die Erneuerbaren Energien den Bedarf längst decken“, sagt Julia Albrecht, Sprecherin der Greenpeace-Gruppe Berlin. „Die Bundesregierung muss jetzt den Kohleausstieg vorbereiten. Nur so kann der Klimawandel verlangsamt werden und die Menschen können in ihren Dörfern bleiben.“

Kohletour-Start

Am Samstag starten Greenpeace-Aktivisten eine zwölfwöchige Tour durch Deutschland, Tschechien und Polen. Auf dem Tourplan stehen mehr als 20 deutsche Städte, unter anderem München, Köln und Leipzig. Vor Ort informieren die Umweltschützer über die Kohlepläne in der Lausitz. Außerdem haben Besucher die Möglichkeit, ihre Stimme gegen den Braunkohletagebau abgeben.

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