Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Tunfisch wird zur Rarität

Die weltweit größte Fischereizone für Tunfisch ist nahezu leer gefischt. Das ergab eine Greenpeace-Recherche in den ehemals reichen Tunfisch-Regionen im westlichen Teil des Zentralpazifiks. Grund dafür ist die starke Überfischung.

Die Besatzung des Greenpeace-Schiffes Rainbow Warrior dokumentierte in den letzten Wochen die Fischerei auf offener See und sprach mit den Fischern, Kommunen und anderen Betroffenen. Die Fakten sind ernüchternd: Fischer berichten, dass sie mit ihren kilometerlangen Fangschnüren nach stundenlanger Arbeit oftmals nicht mehr als eine Hand voll Thunfische fangen.

Früher kamen auf ein Boot bis zu 4.000 Tonnen Tunfisch pro Jahr, heute sind es nicht mal mehr 2.000 Tonnen. Wenn nicht sofort etwas unternommen wird, bricht die Fischerei in den nächsten drei bis fünf Jahren zusammen, sagt Quentin Hanich, Greenpeace Meeresexperte. Das wird fatale Konsequenzen für die Stabilität und Zukunft der Pazifik-Region zur Folge haben.

Ein großes Problem ist zudem die Piratenfischerei, die sich nicht an Fangquoten hält. Dazu Hanich: Wir brauchen Gesetze, die Häfen und Märkte für Piratenfischer schließen. Die Fangquoten müssen nachhaltig gestaltet werden. Die zuständige Fischereikommission muss durchgreifen, um die Fischerei und die Meeresressourcen zu retten. (kab)

Weiterführende Publikationen zum Thema

Haie unter Attacke

Obwohl sie sich „Schwertfischfischerei“ nennt, wird dabei im Nordatlantik hauptsächlich eins gefangen: Haie. Entweder absichtlich, oder als Beifang, zeigt dieser Greenpeace-Report.2017 zum Beispiel kam auf 1 Kilo Schwertfisch 4 Kilo Hai.

Haie unter Attacke - Zusammenfassung

Obwohl sie sich „Schwertfischfischerei“ nennt, wird dabei im Nordatlantik hauptsächlich eins gefangen: Haie. Entweder absichtlich, oder als Beifang, zeigt dieser Greenpeace-Report.2017 zum Beispiel kam auf 1 Kilo Schwertfisch 4 Kilo Hai.

Mehr zum Thema

Die Welt ist nicht genug

Heute, am Earth Overshoot Day, ist Schluss: Wir haben der Natur mehr genommen, als die Erde übers Jahr erneuern kann. Wie wäre es also, wenn wir ihr ab jetzt etwas zurückgeben?

Haie kämpfen ums Überleben

Beim Schwertfischfang wird vier Mal mehr Hai gefangen als Schwertfisch. Das deckt ein neuer Greenpeace-Report auf. Er zeigt: Unsere Meere brauchen einen globalen Schutzvertrag. 

Zurück – oder in die Zukunft

Die Internationale Walfangkommission steht vor einem Paradigmenwechsel: Will sie weiter nur den kommerziellen Walfang regulieren – oder aktiv zum Schutz der Wale beitragen?