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Schottlands Korallenriffe unter Schutz

Mit sofortiger Wirkung hat die Europäische Kommission am Mittwoch Fischern den Einsatz von Grundschleppnetzen in dem als Darwin Mounds bekannten Gebiet nordwestlich von Schottland verboten. Die Maßnahme dient dem Schutz der einmaligen Kaltwasserkorallenriffe, die bereits erste, nicht mehr reparable Schäden aufweisen.

Ein Verbot von Fischereinetzen, die den Meeresboden oder die Korallenriffe im Gebiet der Darwin Mounds berühren, hatte Großbritannien beantragt. Die Briten beriefen sich bei ihrem Vorschlag auf neue EU-Vorschriften zur Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP): Wenn marine Ökosysteme oder Fischereiressourcen nachweislich gefährdet sind, können Sofortmaßnahmen mit einer Laufzeit von sechs Monaten ergriffen werden. Derzeit erarbeitet die Kommission einen Vorschlag, um dauerhafte Verbote bei nachweislicher Gefährdung des marinen Ökosystems durch Fischerei zu ermöglichen.

Einen lang anhaltenden Schutz der Tiefseekorallenriffe in den Darwin Mounds will Großbritannien durchsetzen, indem es das Gebiet als Schutzgebiet ausweist. Die Briten machen die sogenannte Habitat-Richtlinie von 1992 geltend, die die EU-Mitgliedsstaaten zum Schutz von Riffen verpflichtet. Damit wäre zumindest dieser Lebensraum für große und vielfältige biologische Gemeinschaften gesichert. (nic)

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