Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Island verkauft Walfleisch an Japan

Island exportiert Walfleisch nach Japan - obwohl dies durch die Konvention über den internationalen Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten (CITES) verboten ist.

  • /

Der Chef des Walfangunternehmens Hvalur bestätigte, dass Fleisch von Zwerg- und Finnwalen nach Japan unterwegs sei. Das Fleisch stammt aus norwegischen und isländischen Fängen. Insgesamt sollen 60 Tonnen Walfleisch verschifft worden sein, heißt es in Zeitungsberichten aus Island.

Erst im letzten Jahr stoppte Island den kommerziellen Walfang. Die Jagd sollte so lange verboten bleiben, bis es einen Markt für Walfleisch gibt. Das ist bis heute nicht der Fall. Trotzdem nahm Island in den vergangenen Wochen unter internationaler Kritik den Walfang erneut auf. Die Situation ist absurd. Weder in Island und Norwegen noch in Japan gibt es einen Markt für Walfleisch.

Es ist nicht zu fassen: Erst beginnt man den Walfang, obwohl ein Großteil der Bevölkerung dagegen ist, und nun wird das Fleisch auch noch nach Japan exportiert, obwohl es dort keiner haben will, sagt Greenpeace-Meeresexperte Thilo Maack. Allein in Japan lagern über 4000 Tonnen Walfleisch unverkauft in den Kühlhäusern, weil der Markt dafür zusammengebrochen ist.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Stellungnahme zum Raumordnungsplan für Nord- und Ostsee

Das Bundesinnenministerium hat unter Federführung des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie den finalen Entwurf des Raumordnungsplans für die deutsche Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) jenseits des Küstenmeers der Nord- und Ostsee vorgelegt. Ziel soll die nachhaltige Nutzung sein, nicht zuletzt um den guten Umweltzustand der Meere zeitnah zu erreichen. Der Plan soll bis mindestens 2031 gelten. Die deutschen Umweltverbände kritisieren den Entwurf, hier die ausführliche Stellungnahme.

High Stakes

The environmental and social impacts of destructive fishing on the high seas of the Indian Ocean

Mehr zum Thema

Wachs im Wattenmeer?

Bei den Klumpen, die derzeit die Küste verschmutzen, handelt es sich vermutlich um Paraffine aus Tankwaschungen und Containerverlusten. Eine legale Praxis, die beendet werden muss.

Über die Verhältnisse

Deutschland hat seine Ressourcen für dieses Jahr verbraucht. Für alles, was ab jetzt konsumiert wird, zahlen kommende Generationen und andere Länder die Zeche. 

Arktis verwundbar wie nie

Das Eis am Nordpol geht zurück. Industrie und Schifffahrt drängen nach. Doch damit steigt das Risiko für eine weitere Ölpest.