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Immer mehr tote Zonen in den Weltmeeren

Die Zahl der sauerstoffarmen Gebiete in den Meeren nimmt weiter zu. In den sogenannten Todeszonen erlischt nach und nach jegliches Meeresleben. Forscher machen Einleitungen wie beispielsweise Düngemittel aus der Landwirtschaft verantwortlich.

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Sauerstoffmangel gehört zu den großen Umweltproblemen der Meere. Wissenschaftler der Universität Göteborg und des Virginia Institute of Marine Science haben jetzt weltweit über 400 Todeszonen mit einer Gesamtfläche von mehr als 245.000 Quadratkilometern ausgemacht - rund ein Drittel mehr als 1995.

Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphate in Düngemitteln fördern das Wachstum von Algen. Sterben diese ab, sinken sie auf den Meeresboden und werden dort von Bakterien zersetzt. Dabei wird dem Wasser Sauerstoff entzogen.

Durch den Sauerstoffmangel sterben zuerst die Lebewesen am Meeresgrund, später Fische und andere Meeresbewohner in den oberen Wasserregionen. Oft wird dem Problem erst Aufmerksamkeit geschenkt, wenn die Fischereiindustrie aufschreit, weil der Ertrag sinkt.

Eines der am stärksten belasteten Gewässer ist die Ostsee. Sie weist die größte tote Zone aller Meere auf. Greenpeace forderte die Anrainerstaaten wiederholt auf, mehr Schutzgebiete einzurichten und die Überdüngung zu stoppen. 2007 einigten sich die Umweltminister der Länder auf einen Ostsee-Aktionsplan: Die Belastung mit Nährstoffen soll gesenkt werden - ab 2016.

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