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Offener Brief an real

Mit einem offenen Brief hat Greenpeace irreführende und falsche Aussagen der real-Marktkette/Metro Group zurechtgerückt. Die real,-SB-Warenhaus GmbH hat nach der Veröffentlichung unserer Pestizidfunde in Obst und Gemüse, das in real-Märkten gekauft wurde, versucht, ihre eigene Interpretation unserer Daten zu verbreiten. Dabei bezichtigt die Supermarktkette Greenpeace der Willkür und Geheimnistuerei.

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Real beklagt sich, keine Daten von uns erhalten zu haben. Tatsache ist aber, dass wir nach den Pestizidfunden real informiert und die Daten gleich mitgeliefert haben. Deshalb sind auch dem offenen Brief 70 Datenblätter beigefügt, in denen unsere Befunde in aller wissenschaftlicher Ausführlichkeit nachzulesen sind. Zum Download für jedermann werden die Blätter in einer PDF-Datei unter diesem Artikel angeboten.

Dass die bislang gültigen Höchstmengen den gesundheitlichen Verbraucherschutz allein nicht gewährleisten können, scheint bei real niemand zu wissen. Deshalb klären wir sie in unserem offenen Brief darüber auf: Selbst das Bundesamt für Risikobewertung (BfR; Stellungnahme von 21.11.2005) hält Verbesserungen der Höchstmengenfestlegung für notwendig. Greenpeace trägt dem in dem Greenpeace-Bewertungskonzept Rechnung. Eine kurze Zusammenfassung und Einführung in unsere Bewertungsmaßstäbe haben wir bereits seit Ende Juli im Internet veröffentlicht.

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