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Indische Kinder leiden wegen Pestiziden

Pestizide haben schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit von Kindern. Das deckt eine Studie auf, die Greenpeace und die lokale Organisation Kheti Virasat am Dienstag in der nordindischen Stadt Amritsar veröffentlicht haben. Die Studie Arrested Development (angehaltene Entwicklung) macht auf die massiven Folgen von Pestiziden auf die geistige Entwicklung von Kindern aufmerksam, die in Regionen mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung leben.

Als wir mit den Untersuchungen begannen, erwarteten wir, einige beunruhigende Hinweise dafür zu finden, dass Kinder durch die Nerven schädigenden Substanzen in den Pestiziden beeinträchtigt worden sind, erklärte die wissenschftliche Leiterin der Studie, Kavitha Kurunganti. Wir waren jedoch nicht auf das Ausmaß an Schäden vorbereitet, welches uns erwartete. Einige Kinder waren nicht einmal in der Lage, die einfachsten Spiel-Übungen auszuführen. Und das alles, weil sie für längere Zeit den Pestiziden in ihrer Umwelt ausgesetzt waren.

Die Greenpeace Chemieexpertin Divya Raghunandan ergänzt: Es ist höchste Zeit, dass das Vorsorge-Prinzip auf Pestizide angewandt wird. Die Pestizid-Industrie muss endlich verantwortlich gemacht werden. Greenpeace fordert von der indischen Regierung den Verkauf der gefährlichen Pestizide zu verbieten. Als erstes sollen die Chemikalien vom Markt genommen werden, die in den Industriestaaten schon seit längerem nicht mehr zugelassen sind.

Außerdem soll die Regierung in Dehli den überwiegend landwirtschaftlich geprägten Kommunen unter die Arme greifen und Bio-Bauern unterstützen. Zusätzlich soll die Pestizid herstellende Industrie die Opfer ihrer Chemikalien entschädigen.

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