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Auberginen und grüne Bohnen im Spritzmitteltest

Herbstauflauf der besonderen Art: Man nehme eine Handvoll Greenpeace-Mitarbeiter, einige Supermärkte, viele Einkaufskörbe, kiloweise Auberginen und grüne Bohnen - und trage letztere zu einem Untersuchungslabor. Ergebnis: Beide Gemüsesorten sind nicht mehr so stark gespritzt wie früher. Dennoch raten die Greenpeace-Chefköche der Kampagne Stoppt Gift im Essen: Lieber Gemüse aus Bioanbau...

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Es ist eine Entwicklung, die Hoffnung macht: Seit 2006 beobachten Greenpeace-Experten, wie Obst,- und Gemüseangebote in deutschen Supermärkten immer weniger Pestizidspuren aufweisen. Jahrelang war und ist Greenpeace Sturm gelaufen gegen all die versteckten Gifte in unserem Essen, die die Umweltschutzorganisation regelmäßig in Tests nachweisen konnte. Zusammen mit den Verbrauchern machte Greenpeace so viel Druck, dass alle großen deutschen Supermarktketten zwischen 2006 und 2007 verschärfte Kontrollen einführten.

So stellte Greenpeace bereits im August 2007 deutlich gesunkene Spritzmittelrückstände bei Weintrauben fest. Und auch die Anfang 2008 gestesteten Paprika fielen deutlich besser aus als in früheren Tests. Trotzdem gibt Greenpeace keine grundsätzliche Entwarnung für Supermarktfrüchte und -gemüse:

Zwar werden die gesetzlich vorgegebenen Höchstwerte im Auberginen- und Bohnentest nicht überschritten, sagt Manfred Santen, Chemieexperte bei Greenpeace. Dennoch bleibt die Gefahr von Pestiziden in Lebensmitteln weiterhin bestehen.

So waren nur vier der zehn jetzt gestesteten Auberginenproben und nur zwei der zwölf Bohnenproben komplett ohne Spritzmittelrückstände. Rund 60 Prozent der Proben wiesen Pestizidspuren auf - einige davon gehörten zu Spritzmitteln der besonders gesundheitsschädlichen Art.

Außerdem fand Greenpeace in fast jeder zweiten Probe ein regelrechtes Pestizid-Ratatui. Noch längst ist nicht ausreichend erforscht, wie mehrere Spritzmittel zusammen auf den menschlichen Körper wirken. Deswegen hat jetzt auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ein aktuelles Programm gestartet, mit dem das Risiko von Spritzmittel-Mehrfachbelastungen in Obst und Gemüse untersucht werden soll.

Am besten greift der Verbraucher zu Bioprodukten empfiehlt Greenpeace-Chemieexperte Santen. Die von Greenpeace in den vergangenen Jahren durchgeführten Obst- und Gemüsetests zeigen, dass Produkte aus dem Bioanbau gar nicht oder nur in geringen Spuren mit Pestiziden belastet sind. Das trifft auch auf den aktuellen Test zu. Gerade für Kleinkindnahrung sollten daher nur Biowaren verwendet werden.

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