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Studie: Es geht auch ohne Gentechnik

Die Landwirtschaft braucht keine gentechnisch veränderten Pflanzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, die vom deutschen Umweltbundesamt (UBA) in Auftrag gegeben und vom österreichischen UBA durchgeführt wurde. Unkräuter und Schädlinge, heißt es in dem Bericht, könnten in den meisten Fällen auch mit konventionellen und ökologischen Methoden wirksam bekämpft werden.

Für die Studie Alternativen zu gentechnisch veränderten Pflanzen untersuchte das UBA Wien fünf beispielhafte Fälle: Unkrautbekämpfung bei Raps, Insektenbefall bei Mais, Virusbefall bei Zuckerrüben, Veränderungen in der Stärkezusammensetzung von Kartoffeln und Mehltaubefall bei Weinreben. Die Wissenschaftler verglichen gentechnische, konventionelle und ökologische Lösungsansätze miteinander.

In allen Fällen gab es auch ohne Gentechnik bereits Problemlösungen, die ökologisch sinnvoll, technisch durchführbar und wirtschaftlich konkurrenzfähig waren. Konventionelle Neuzüchtungen von Zuckerrüben und Weinreben beispielsweise zeigten sich widerstandsfähig gegen Pilzbefall. Lediglich im Fall der Kartoffel fanden die Forscher derzeit einen leichten Vorteil der gentechnisch veränderten Pflanze. Hier sei noch Züchtungsarbeit zu leisten.

Fazit der Studie: Gentech-Pflanzen mögen den größeren wirtschaftlichen Gewinn versprechen. Aber sie rufen neue Probleme hervor, beispielsweise das Auftreten resistenter Unkräuter. Ökologische und konventionelle Alternativen dürfen daher nicht vernachlässigt werden. Dazu Alexander Hissting, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace: Ein wichtiges Ergebnis, auch wenn es uns nicht überraschen kann: Gentechnik auf dem Acker ist schädlich für die Umwelt und noch dazu völlig überflüssig. Die Einzigen, die davon profitieren, sind die Gentech-Konzerne. (sit)

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