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Philippinen wollen Genmais zulassen

Die Firma Monsanto baut ihren Absatzmarkt mit Genprodukten weiter aus. Eine Tochterfirma des US-amerikanischen Biotechnologiekonzerns hat letzte Woche vom philippinischen Agrarministerium die Erlaubnis bekommen, gentechnisch veränderten Bt-Mais in dem asiatischen Land zu vermarkten. Die zuständige Behörde genehmigte einen Antrag für die beschränkte Vermarktung der insektenresistenten Maisart.

Bei BT-Mais handelt es sich um die genetisch veränderte Version eines Bakteriums namens bacillus thuringiensis (BT). Nach Angaben von Monsanto ist die Pflanze so in der Lage, selbst BT-Gift zu produzieren um Schädlinge zu bekämpfen. Der Giftstoff schadet nach Angaben von Greenpeace aber auch anderen Nutztieren. Die Mais-Produktion auf den Philippinen ist in einigen Regionen zurückgegangen, da auf Grund des Wetterphänomens El Nino weniger Regen fällt.

Greenpeace forderte zusammen mit anderen Umweltorganisationen das philippinische Agrarministerium auf, die Lizenz zurückzunehmen. Die Genehmigung sei geheim gehalten worden. Die Umweltschützer warfen Monsanto mangelndes Verantwortungsgefühl und eine schlechte Informationspolitik vor. Nach diesem Schema seien in den letzten Jahren auch die Testversuche durchgeführt worden. (abu)

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