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Militär eskortiert Gen-Mais-Schiff zurück

Greenpeace hat gegen die mexikanische Regierung juristische Schritte eingeleitet. Hintergrund: Eskortiert von der mexikanischen Marine ist das Frachtschiff Ikan Altamira mit rund 40.000 Tonnen US-Gen-Mais in den Hafen von Veracruz zurückgekehrt. Den hatte das Schiff nach einem 13-stündigen Greenpeace-Protest zuvor verlassen müssen. Nach Angaben des Kapitäns, sollte es in die USA zurückkehren.

Mit der Rückkehr des Gen-Mais und seiner Entladung in Veracruz wird das Cartagena-Protokoll zur biologischen Sicherheit verletzt. Auch Mexiko hat das erst am 11. September in Kraft getretene Protokoll ratifiziert. Greenpeace klagt deshalb sechs hochrangige Vertreter der mexikanischen Regierung vor Gericht an - darunter der Landwirtschaftsminister, der Wirtschaftsminister, der Gesundheitsminister und der Umweltminister.

Die Rückkehr der Ikan Altamira nach Mexiko zeigt, dass die mexikanische Regierung das Biosafety-Protokoll nicht in die Praxis umsetzen will. Dieses Verhalten ist hochgradig verantwortungslos und provoziert die Kontamination mexikanischen Maises mit Gentechnik, sagt Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin von Greenpeace Deutschland. Es ist unverantwortlich, Mexikos Maisvielfalt und eines der weltweit wichtigsten Nahrungsmittel der Verschmutzung durch Gen-Mais preiszugeben. Dabei geht es nicht nur um die Umwelt, sondern auch um die Kultur und die Lebensgrundlage der mexikanischen Bauern.

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