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Kein Gen-Mais in England

Erst vor drei Wochen hat die britische Regierung den ersten kommerziellen Anbau von Gen-Mais erlaubt. Jetzt hat Bayer seinen Antrag zurückgezogen. Die fadenscheinige Begründung: Die Regierung hätte mit ungewissen Auflagen die Einführung unrentabel gemacht. Damit steht fest, dass in absehbarer Zeit kein Gen-Mais auf britischen Feldern wächst.

Ursprünglich sollte die Maissorte Chardon LL, die gegen den Pestizid-Wirkstoff Glufosinat resistent ist, im Frühling des kommenden Jahres angepflanzt werden. Zum Einsatz kommen sollte der Mais als Futtermittel für Kühe.

Jeder, der sich um das Land sorgt, wird über diese Meldung erfreut sein, so Greenpeace Gentechnik-Expertin Sarah North. Der einzige Gen-Mais, der von der Regierung grünes Licht bekommen hat, findet jetzt nicht mal mehr Unterstützung bei seiner Herstellerfirma. Tony Blair hat sich ein Bein ausgerissen, um den Mais aufs Feld zu bringen. Aber Bayer weiß, es wäre ein Flop.

Das chemische Pflanzenschutzmittel, dass bei Chardon LL zum Einsatz kommen sollte, wurde vor kurzem in Europa verboten. Zudem sprachen sich bei Umfragen in Großbritannien bis zu 90 Prozent der Teilnehmer gegen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen aus.

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