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Gentechnik kein Hit in Münster

Erfolg für die Greenpace-Gruppe in Münster: Der Supermarkt "Hit" hat gentechnisch veränderte Lebensmittel aus dem Sortiment genommen. Greenpeace war seit mehreren Monaten mit der Supermarktleitung im Gespräch.

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Eigentlich wollte Greenpeace am 28. Februar eine Mahnwache vor dem Münsteraner "Hit" abhalten - doch daraus wurde nichts, der Grund für die Aktion entfiel: Der Markt hat die gentechnisch veränderten Produkte aus seinem Sortiment entfernt – ein Erfolg im Kampf gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel!

Bei den Lebensmitteln handelte es sich um Produkte der Firmen Hershey, Duncan Hines, Hunts, KC Masterpiece, Betty Crocker, Bush und General Mills. Deren Saucen, Fertiggerichte, Backwaren und Frühstücksartikel enthalten z.B. Gen-Mais, Gen-Soja und/oder Gen-Zucker bzw. deren Verarbeitungsprodukte wie Sojalecithin oder Maisstärke. Selbst mit Lupe ist die Deklaration der gentechnisch veränderten Zutaten kaum zu erkennen. Auch falsch und unzureichend vom Importeur gekennzeichnete Lebensmittel tauchen auf.

Im September 2013 ging Greenpeace erstmals auf den Supermarkt zu mit der Forderung, die Produkte zu verbannen. "Der Filialleiter war offen und entgegenkommend, wir waren zuversichtlich, dass unsere Forderung auch erfüllt wird", so Brigitte Stork von Greenpeace Münster. Doch monatelang tat sich nichts. Schließlich wandte sich Greenpeace an die Firmenzentrale, und auch vor Ort hakten die Münsteraner immer wieder nach.

Nun lenkte "Hit" ein und verbannte die gentechnisch veränderten Lebensmittel. Letztendlich kommt der Markt damit auch dem Wunsch der Mehrheit der Verbraucher entgegen. Denn Umfragen kommen immer wieder zu dem gleichen Ergebnis: Die Mehrheit der Deutschen lehnt gentechnisch veränderte Produkte ab. Erst kürzlich sprachen sich 88 Prozent aller Befragten in einer von Greenpeace beauftragten Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung gegen den Anbau von gentechnisch verändertem Mais aus.

 

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