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Gen-Weizen unerwünscht - na und?

Die kanadische Behörde für Landwirtschaft und Ernährung (AAFC) hat dem geheimen Versuchsanbau von Gen-Weizen zugestimmt. Das geht aus Dokumenten hervor, die Greenpeace vorliegen. Der gentechnisch veränderte, pilzresistente Weizen des Konzerns Syngenta soll an drei Stellen in Westkanada wachsen. Eine Kontaminierung der Umwelt ist dabei kaum zu vermeiden.

Dass die Felder geheim gehalten werden, dürfte gute Gründe haben. So gut wie niemand will den Gen-Weizen. Die kanadischen Bauern nicht, die Händler nicht, die Endverbraucher nicht. Umweltschützer ohnehin nicht. Die Ablehnung geht so weit, dass der andere Riese unter den Gentechnikkonzernen, Monsanto, seine Pläne zur Vermarktung von Gen-Weizen in Kanada vorerst aufgegeben hat.

Es ist nicht zu fassen, dass die AAFC nach dem öffentlichen Aufschrei wegen Monsantos Roundup Ready-Weizen noch mithilft, Gen-Weizen zu entwickeln, kommentierte Greenpeace-Gentechnikexperte Eric Darier das Vorgehen der Behörde. Die Regierung ist eifrig bedacht, den internationalen Markt für die kanadische Landwirtschaft zu öffnen. Aber was dieser Markt will, das beachtet sie kaum bis gar nicht. (sit)

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