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Verbraucher wollen keine Gentechnik im Essen und auf dem Acker!

Nicht vergessen Frau Aigner!

Es hat geklappt - Ein Termin bei der Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner. Greenpeace-Aktivisten und engagierte Verbraucher übergeben Aigner heute einen Einkaufswagen, gefüllt mit 13 000 Protest-Postkarten und fünf großen Tafeln, auf denen prämierte Verbrauchersprüche gegen Gentechnik zu lesen sind. Greenpeace möchte die Ministerin daran erinnert, dass die Merhheit der deutschen Verbraucher keine Gentechnik im Essen und auf dem Acker will.

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Greenpeace hat seit Anfang des Jahres Verbraucherstimmen in Form von Postkarten und elektronischen Erinnerungszetteln gesammelt. Verbraucher konnten Frau Aigner ihre ganze persönliche Mitteilung gegen Gentechnik darauf notieren. Über die besten Sprüche aus dem Internet haben die Verbraucher dann abgestimmt - diese sind nun auf den Tafeln zu lesen wie zum Beispiel: Keine Gen-Moneypulation in unserem Essen! oder Bitte nicht die Büchse der Amflora öffnen!

Stellvertrend für die vielen Unterstützer der Protestaktion sind Tristan und Henry aus Berlin und Potsdam mit ins Ministerium in Berlin gekommen, um Frau Aigner in einem halbstündigen Gespräch die Verbraucherforderungen zu erläutern. Die beiden Verbraucher hatten selber die Möglichkeit der Ministerin Fragen zu stellen und ihre persönlichen Anliegen zum Thema vorzubringen. Hier kann am Montag in Interviews nachgelesen werden, wie für sie das Treffen verlaufen ist.

Hintergrund für die Protestaktion: Die Regierungskoalition hat in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt, die Agrogentechnik in Deutschland zu fördern. Die umstrittene Gen-Kartoffel Amflora der BASF wird zum Beispiel namentlich im Koalitionsvertrag genannt. Es heißt dort: "Der Anbau der gentechnisch veränderten Stärkekartoffel Amflora für eine kommerzielle, industrielle Verwertung wird unterstützt." Im März hat die Gen-Knolle die europäische Anbauzulassung erhalten und wurde trotz großer Proteste in Deutschland auf 15 Hektar in Mecklenburg-Vorpommern angebaut.

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